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"Covid wird nicht verschwinden": Britischer Minister befürchtet Corona für immer

20.1.2022, 13:45 Uhr

"Covid wird nicht verschwinden" - Sajid Javid, Gesundheitsminister von Großbritannien, befürchtet Corona für immer. © Tayfun Salci via www.imago-images.de

+++ Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid verteidigte am Donnerstag im Sender Sky News die Aufhebung fast aller Corona-Regeln in England. "Covid wird nicht verschwinden. Es wird viele Jahre bei uns bleiben, vielleicht für immer, aber wir müssen lernen, damit zu leben", sagte Javid. Seit Donnerstag gilt in England nicht mehr die Aufforderung, möglichst von Zuhause zu arbeiten. Kommende Woche läuft dann die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, in Geschäften und anderen öffentlichen geschlossenen Räumen aus. Auch in Schulen gibt es keine Maskenpflicht mehr.

+++ Die SPD-Fraktion will sich bei ihrer heutigen Klausurtagung für eine zügige Entscheidung im Bundestag über die Impfpflicht stark machen. Die Überwindung der Corona-Pandemie habe "absoluten Vorrang", heißt es in dem Entwurf der Fraktionsführung für ein Arbeitsprogramm, das bei der Tagung beschlossen werden soll. "Die parlamentarischen Beratungen zur Impfpflicht werden wir zügig und mit der gebotenen Sorgfalt voranbringen." Ein Zeitplan wird in dem Papier allerdings nicht genannt.

+++ Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 600 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 638,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 584,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 427,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 133.536 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.01 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 81.417 Ansteckungen.

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