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Debattenkultur: Corona darf nicht zum Totschlagargument werden

Bedrohung sollte nicht alle Debatten ersticken - auch Söder muss das lernen - 10.08.2020 17:30 Uhr

Nach einer außerplanmäßigen Videokonferenz des Kabinetts trat Markus Söder am Montag vor die Presse.

© Nicolas Armer/dpa


Besonnen, aber konsequent hat Markus Söder bislang das Coronavirus bekämpft. Die flexible Anpassung an sich stetig ändernde Erkenntnisse (und Stimmungen in der Bevölkerung) war schon immer Söders Stärke, und so macht er das auch jetzt. Justiert hier nach, erlaubt dort wieder, was er zunächst verboten hat, betont unentwegt, wie sehr man Vorreiter ist in Deutschland.

Söder: Bayern vervierfacht die Corona-Testkapazitäten

Doch das Virus wird so schnell nicht verschwinden, auch Söder selbst muss lernen, damit zu leben. Er muss erkennen, dass man zwar beim Eindämmen des Virus nicht nachlassen sollte, inhaltliche Diskussionen aber nicht bis zur Impfstoff-Entdeckung abschmettern sollte.

Politische Auseinandersetzung, gerade jetzt

So sehr hat er sich dem Kampf gegen das Virus verschrieben, dass er nun schnell alles als "verheerend" abkanzelt, was davon ablenkt. Die Kür eines SPD-Kanzlerkandidaten etwa. "Wir müssen die Corona-Herausforderung annehmen, aber nicht wahlkämpfen", sagte er nun.

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Doch die politische Auseinandersetzung ist wichtig, gerade jetzt. Und genau deshalb war es ja der CSU auch so wichtig, die Stichwahlen Ende März trotz rapide steigender Infektionszahlen noch durchzuziehen.

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