Mit Corona-Test

Erste Bundesländer erlauben Party in Clubs wieder - Druck auf Bayerns Regierung wird größer

15.6.2021, 17:36 Uhr
In den ersten Bundesländern dürfen Clubs wieder öffnen.

In den ersten Bundesländern dürfen Clubs wieder öffnen. © Roland Fengler, NN

Angesichts weiter sinkender Ansteckungszahlen nehmen die Bundesländer immer mehr Corona-Einschränkungen zurück. Brandenburg und Sachsen-Anhalt wollen nun sogar Partys in Clubs wieder möglich machen.

Brandenburg und Sachsen-Anhalt erlauben Party in Clubs

Brandenburgs CDU-Fraktionschef Jan Redmann kündigte am Dienstag an, dass Clubs im Land wieder öffnen können sollen, mit einer Testpflicht und einer Personenbegrenzung von 200 in Innenräumen und 500 im Freien. SPD-Fraktionschef Erik Stohn bestätigte: "Es sollte auch möglich sein, Partygeschehen mit Hygienekonzepten und Testpflicht wieder zu ermöglichen." In Brandenburg meldeten am Dienstag mehrere Landkreise und Städte keine Corona-Neuinfektionen mehr.

Auch in Sachsen-Anhalt sollen die Discotheken wieder öffnen dürfen, teilte die Staatskanzlei in Magdeburg mit. Besucher müssen dafür einen negativen Corona-Test vorweisen, außerdem müssen die Betreiber die Auslastung auf 60 Prozent begrenzen.

Club-Öffnung trotz Corona: Forderungen werden auch in Bayern laut

Auch Berlinerinnen und Berliner sollen das Nachtleben wieder etwas mehr genießen dürfen. Dort hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller laut RBB verkündet, dass das Alkoholausschanks- und verkaufsverbot zwischen 0 und 5 Uhr aufgehoben wird. Zudem dürfen in der Hauptstadt künftig Veranstaltungen im Freien mit bis zu 1.000 Teilnehmern stattfinden.

Die jüngsten Entscheidungen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin dürften auch den Druck auf die bayerische Staatsregierung erhöhen. Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga fordert im Freistaat schon länger, die Clubs und Event-Locations wieder öffnen zu dürfen.

Clubs und Kneipen während Pandemie: Söder hat klare Meinung

Die Menschen würden sich ohnehin treffen und gemeinsam feiern, so ihre Argumentation. Bei geschlossenen Clubs aber eben illegal. "Eine Öffnung von Diskotheken würde die Menschen weg von ungeschützten Veranstaltungen unter freiem Himmel, zurück in kontrollierbare Räume ziehen", so Landesgeschäftsführer Thomas Geppert.

Markus Söder hatte dem allerdings erst vergangene Woche eine Absage erteilt. Für Clubs und Kneipen sei noch nicht die Zeit, findet der Ministerpräsident.