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FDP-Fraktionsvize: Risikogebiet-Reisende sollen Corona-Test selbst zahlen

Wer bewusst dorthin reist, soll die Konsequenzen tragen - 15.08.2020 18:12 Uhr

Nach Meinung von Theurer sollen Touristen, die bewusst in Risikogebiete reisen, die Kosten für den Test selbst zahlen.

© Frank Rumpenhorst, dpa


"Wer sich eine Fernreise mitten in der Pandemie ausgerechnet in ein Risikogebiet leisten kann und trotz kostenloser Stornierungsmöglichkeiten nicht umbucht, muss auch das Geld für einen Pflichttest aufbringen", sagte Theurer am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

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Einreisende aus Risikogebieten mit sehr vielen Corona-Fällen sind seit einer Woche verpflichtet, sich testen zu lassen und sich bis zum Bescheid einer Nichtinfektion in Quarantäne zu begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohnern gegeben hat.

Zugleich sprach sich Theurer für umfassende Tests aus. "Denn mit mehr Tests lassen sich Infektionsketten schneller unterbrechen und eine zweite Corona-Welle verhindern. Wird hingegen erst beim Auftreten erster Symptome getestet, wurden wahrscheinlich schon drei bis sieben Menschen angesteckt", sagte er.


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"Es müssen flächendeckend Testzentren für Millionen Rückreisende an Autobahnen und Bahnhöfen errichtet werden." Er forderte mehr kostenlose Tests in Schulen und Kitas. "Nur mit deutlich mehr Tests lässt sich der gewünschte Regelbetrieb mit Präsenzunterricht in Schulen, Kitas und Unis sicherstellen." Auch für Polizisten und medizinisches Personal brauche es mehr kostenlose Testmöglichkeiten. Und: "Es müssen vermehrt Wiederholungstests gemacht werden, um die Treffsicherheit zu erhöhen."


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dpa

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