Samstag, 14.12.2019

|

zum Thema

Grünen-Chefin warnt Mitglieder vor unrealistischen Forderungen

Annalena Baerbock forderte mehr Mut für Umweltschutz - 17.11.2019 11:00 Uhr

Auf dem Parteitag in Bielefeld richtete Grünen-Chefin Annalena Baerbock deutliche Worte an ihre Parteimitglieder. © Guido Kirchner, dpa


Raubbau an der Natur zerstöre nicht nur den Planeten, sondern auch die Grundlage der Wirtschaft, sagte Baerbock am Sonntag auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld. Geregelte Märkte könnten "eine Wucht entfalten, die wir brauchen, um die Klimakrise in den Griff zu bekommen".

Mit Blick auf anstehende Abstimmungen sagte sie, es müsse ein "Dreiklang" geschaffen werden: Ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Verantwortung, so dass es "heute, hier in dieser Welt" zu schaffen sei. Es reiche nicht, bei Umfragewerten von 20 Prozent zu sagen: "Und so schaffen wir jetzt mit 20 Prozent die sozial-ökologische Transformation." In der Demokratie brauche es Mehrheiten, deswegen müssten die Grünen sich anstrengen, alle zu erreichen.

Bilderstrecke zum Thema

Das waren die Bundeskanzler von 1949 bis heute

Wirtschaftswunder, Wiedervereinigung, Agenda 2010, Menthol-Zigaretten - von jedem Kanzler bleibt ein Schlagwort, mindestens. Teils schrieben sie große deutsche Geschichte, mancher blieb durch sein Charisma im kollektiven Gedächtnis. Doch wer residierte bisher nochmal im Kanzleramt? Ein Überblick über die bisherigen Regierungschefs.


Baerbock forderte Mut, in der EU als größtem Binnenmarkt Standards für Umweltschutz und Rechtsstaat zu setzen für Digitalisierung, Finanzmärkte und große Industrieprojekte. "Natürlich braucht auch ein Markt Regeln, damit das Ganze funktioniert, und ja, das kann man auch Verbote nennen, wenn man sagt, gewisse Dinge gehören nicht auf diesen Markt", rief sie unter dem Jubel der Delegierten. Es brauche alles: "Markt und Staat und klare politische Ansagen."

Am Sonntagmorgen deutete sich bereits eine kontroverse Debatte vor allem rund um den Klimaschutz an. Ein Delegierter sagte etwa, nicht ein früheres Zieljahr als 2050 für Treibhausgasneutralität zu nennen, sei die falsche Antwort auf die Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future. "Das können wir denen nicht zumuten." Man dürfe nicht mit Blick auf Koalitionen "faule Kompromisse" machen.

dpa

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Politik