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Hanau: Seehofer will Polizeipräsenz deutschlandweit erhöhen

Innenminister will sich nach rassistischem Anschlag mit Muslimen treffen - 21.02.2020 11:26 Uhr

Angesichts anstehender Großveranstaltungen müsse die Polizeipräsenz überall im Land erhöht werden, sagte Seehofer am Freitag in Berlin. Insbesondere auch für Moscheen solle es mehr Schutz geben. Details sollen demnach in den Bundesländern entschieden werden. Seehofer wollte sich am Freitag nach eigenen Worten auch mit Vertretern der Muslime und der Türkischen Gemeinde in Deutschland treffen, um "weitere zielgerichtete Maßnahmen zu besprechen".

Das Treffen solle auch dazu dienen, die dort entstandene Verunsicherung zu lindern, sagte der Minister. Seehofer stufte die Tat als Terrorakt ein: "Die Tat in Hanau ist eindeutig ein rassistisch motivierter Terroranschlag." Nach der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und dem Anschlag auf die Synagoge in Halle im vergangenen Jahr sei es der dritte rechtsterroristische Anschlag in wenigen Monaten. Die Gefahr durch Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sei in Deutschland "sehr hoch", sagte er.

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Nach Bluttat in Hanau: Mahnwachen in Fürth und Nürnberg

Vor der Lorenzkirche, am Ehekarussell und am Nürnberger Plärrer sowie am Dreiherrenbrunnen in Fürth wurde am Donnerstagabend der Opfer der Bluttat von Hanau gedacht. In Fürth trauerten rund 120 Menschen, in der Nürnberger Innenstadt bis zu 600. Am Plärrer kamen etwa 200 Nürnberger zusammen.


Seehofer gegen weitere Gesetzesverschärfungen

Seehofer und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) sprachen sich zugleich gegen weitere Gesetzesverschärfungen aus. Beide verwiesen unter anderem auf die erfolgte Verschärfung des Waffenrechts und das Maßnahmenpaket gegen Hass im Netz, das an diesem Mittwoch im Kabinett beschlossen wurde. Es gehe nun zunächst darum, genau hinzuschauen, ob Gesetze auch entsprechend ausgeführt werden, sagte Lambrecht.

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Elf Tote in Hanau: Täter handelte aus rassistischen Motiven

Ein 43-jähriger Deutscher schießt in zwei Shisha-Bars und in einem Kiosk in Hanau um sich und tötet neun Menschen. Die Polizei findet seine Leiche kurz danach in der Wohnung - neben seiner getöteten Mutter. Die Ermittler gehen inzwischen von einem rassistischen Motiv aus. Es gibt auch ein Bekennerschreiben und -video.


Im hessischen Hanau hatte ein Mann am Mittwochabend nach Polizeiangaben in zwei Shisha-Bars neun Menschen erschossen. Die Polizei fand den mutmaßlichen Täter und dessen Mutter danach tot in deren Wohnung. Der Generalbundesanwalt sprach von einer "zutiefst rassistischen Gesinnung" des mutmaßlichen Täters.

epd

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