Freitag, 16.04.2021

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Innenminister: Demo-Einsatz in Kassel wird gründlich nachbereitet

Jegliche Straftaten würden konsequent angezeigt - 21.03.2021 14:12 Uhr

"Kurz nach dem Einsatz lässt sich festhalten, dass Eskalationsversuche sowie Gewalt gegen die Einsatzkräfte nicht hingenommen und entschlossen unterbunden wurden." Angesichts von fast 75.000 Corona-Toten in Deutschland könne diese Menschenmasse in Kassel nur Kopfschütteln auslösen.

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Wasserwerfer im Einsatz: 20.000 "Querdenker" demonstrieren in Kassel

Bei einer Demonstration mit etwa 20.000 Teilnehmern ist es am Samstag zu Zusammenstößen zwischen Polizei, "Querdenkern" und Gegendemonstranten gekommen. In der Kasseler Innenstadt kamen tausende Teilnehmer zusammen, obwohl ein Gericht nur einer Versammlung von maximal 5000 Menschen auf dem Messegelände zugestimmt hatte. Auch ein nicht genehmigter Demonstrationszug durch die Stadt wurde durchgeführt.


"Wer diese tödliche Krankheit noch immer leugnet und sich in Menschenansammlungen ohne Maske zusammentut, ist nicht nur ignorant, sondern verlängert diese Pandemie und riskiert das Leben vieler Älterer, Schwacher und Kranker", sagte Beuth. Jegliche Straftaten würden konsequent angezeigt.

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Querdenker-Demo: Autokorso fährt durch Nürnberg

Am Samstagnachmittag fuhren Anhänger der Querdenker-Initiative mit einem Autokorso durch den Südosten Nürnbergs. Die Autos waren teils mit zweifelhaften Spruchplakaten bestückt. Der Weg führte die Blechlawine von der Meistersingerhalle über die Schultheißallee über die Regensburger Straße bis zum Ben-Gurion-Ring.


Nach der Demonstration gab es massive Kritik am Polizeieinsatz. So kritisierte der CDU-Innenpolitiker Thorsten Frei das Verhalten der Demonstranten, aber auch das zurückhaltende Auftreten der Polizei. Man erlebe es nun zum wiederholten Male, dass Querdenker sich nicht an Auflagen halten und gezielt die Eskalation suchen. "Der Staat darf nicht zurückweichen und die Polizei muss konsequent dagegen vorgehen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion der Welt. Kritik gab es auch aus anderen Parteien und Verbänden.

dpa

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