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Internationale Studie: Deutlich mehr rechtsextreme Angriffe

In Westeuropa nimmt rechte Gewalt zu - Terrorismus fordert aber weniger Opfer - 25.11.2020 10:32 Uhr

Anhänger der rechtsextremen Kleinstpartei "Die Rechte" lassen im Sommer bei einer Demonstration in Kassel ihre Fahnen wehen.

25.11.2020 © Swen Pförtner, dpa


In Nordamerika, Westeuropa und Ozeanien sei die Zahl dieser Taten seit 2014 um 250 Prozent angestiegen, stellten die Forscher des jährlichen Global Terrorism Index fest, den das Institute for Economics and Peace in London vorstellte. Das passt zu Erkenntnissen deutscher Verfassungsschützer, wonach auch hierzulande die rechtsextreme Szene zuletzt gewachsen ist.

Bei den Todesopfern lag der Anstieg innerhalb von fünf Jahren sogar bei mehr als 700 Prozent. Es gebe nun so viele rechte Angriffe wie zu keinem anderen Zeitpunkt in den vergangenen 50 Jahren, schreiben die Forscher. 2019 kamen insgesamt 89 Menschen bei solchen Taten ums Leben.

Weniger Tote durch Terrorismus

Alles in allem ist die Zahl der Toten durch Terrorismus allerdings bereits das fünfte Jahr in Folge gesunken: In den vergangenen fünf Jahren ging sie um knapp 60 Prozent zurück - 2019 lag sie bei etwas weniger als 14 000 Todesopfern weltweit. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Rückgang um 15 Prozent.


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Außerdem sind immer weniger Länder überhaupt von Terrorismus betroffen: Im vergangenen Jahr hatten 63 Länder mindestens einen Terror-Toten zu beklagen - das ist die niedrigste Zahl seit 2013.

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dpa

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