Sonntag, 31.05.2020

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Japan will Notstand wegen Coronavirus ausrufen

Infektionszahlen in Großstädten sind deutlich angestiegen - 06.04.2020 12:31 Uhr

Weil die Zahl der Corona-Infizierten besonders in den Großstädten stark angestiegen ist, will Japans Regierungschef den Notstand ausrufen. © FRANCK ROBICHON, AFP


Japans Regierungschef Shinzo Abe will wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand für Tokio und andere Städte ausrufen. Wie japanische Medien am Montag berichteten, wird der Rechtskonservative die Maßnahme voraussichtlich an diesem Dienstag bekanntgeben. Bei einem Parteitreffen sagte er, dass der Notstand bis zum 6. Mai für Tokio, Osaka und fünf andere Präfekturen gelten werde.

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Damit dürfen die Behörden die Bürger anweisen, in ihren Häusern zu bleiben sowie die Schließung von Schulen und anderen Einrichtungen verordnen. Eine harte Abschottung der Städte wie in Italien oder Frankreich erlauben Japans Gesetze aber nicht. Bürger können bei Missachtung weder belangt werden, noch können Firmen gezwungen werden, die Arbeit einzustellen. Doch dürften die Aufforderungen psychologischen Druck auf die Japaner ausüben, sie zu befolgen.



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Hintergrund ist ein deutlicher Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus in Tokio und anderen Großstädten wie Osaka. Im besonders schwer betroffenen Tokio waren am Sonntag weitere 143 Infektionsfälle bestätigt worden - der bislang höchste Anstieg innerhalb eines Tages. Am Montag kamen Dutzende weitere hinzu. Damit zählt die japanische Millionenmetropole bereits mehr als 1000 Infektionsfälle.

Testkapazitäten sollen verdoppelt werden

Insgesamt zählt die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft mehr als 4500 Corona-Fälle, davon etwa 700 Menschen, die an Bord eines Kreuzfahrtschiffes waren. Über 100 Tote sind zu beklagen. Abe kündigte an, die Testkapazitäten auf 20.000 pro Tag zu verdoppeln. Japan sah sich Kritik ausgesetzt, viel weniger zu testen als andere Länder.

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Unterdessen kündigte der Regierungschef ein gigantisches Konjunkturpaket im Volumen von 108 Billionen Yen (920 Milliarden Euro) an, um die negativen Folgen des Coronavirus abzufedern. Das Volumen entspreche rund 20 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes, sagte Abe. Details werden an diesem Dienstag erwartet.


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dpa

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