K-Frage in der Union: Söder hofft auf finale Entscheidung in dieser Woche

12.4.2021, 09:00 Uhr
Markus Söder verlässt am Sonntag das Paul-Löbe-Haus in Berlin. In der Frage der Kanzlerkandidatur muss sich die Union zwischen ihm und Armin Laschet entscheiden.

© Bernd Elmenthaler via www.imago-images.de, imago images/Bernd Elmenthaler Markus Söder verlässt am Sonntag das Paul-Löbe-Haus in Berlin. In der Frage der Kanzlerkandidatur muss sich die Union zwischen ihm und Armin Laschet entscheiden.

In zehn Tagen sollten sich CDU und CSU "spätestens" entschieden haben, ob Söder oder CDU-Chef Armin Laschet bei der Bundestagswahl im Herbst als Kanzlerkandidat ins Rennen gehe. "Ich denke, es ist in dieser Woche sogar möglich, eine Entscheidung gemeinschaftlich zu treffen", sagte Söder am Sonntagabend im ZDF.

Söder betonte, dass beide Bewerber auch nach der Entscheidung in ihren Ämtern gut zusammenarbeiten müssten: "Eines ist klar, die beiden Parteivorsitzenden müssen auch nach dieser persönlichen Entscheidung am Ende gemeinschaftlich eng zusammenarbeiten." Er und Laschet "müssen, wir werden am Ende gemeinsam zusammenarbeiten".


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Laschet geht von Mehrheit für sich im CDU-Präsidium aus

Unterdessen geht der CDU-Vorsitzende Armin Laschet zuversichtlich in den Entscheidungsprozess mit der CSU über den gemeinsamen Kanzlerkandidaten. Auf die Frage, ob er eine Mehrheit für seine Kandidatur im CDU-Präsidium habe, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Sonntagabend im Bild live-Talk "Die richtigen Fragen": "Da gehe ich mal von aus, aber wir werden das morgen sehen. Ich will dem nicht vorgreifen." Nach eigenem Bekunden kennt er niemanden im Präsidium, der ihn als Kandidaten ablehnt: "Ich habe das bisher nicht gehört", sagte Laschet, der mit CSU-Chef Markus Söder um die Kandidatur konkurriert.


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Laschet bekräftigte, dass es am Montag keinen Beschluss, sondern nur ein Meinungsbild geben soll. Ihm wäre es am liebsten, wenn die Entscheidung von den Präsidien von CDU und CSU gemeinsam getroffen würde: "Traditionell gibt es immer am Ende einen gemeinsamen Beschluss der Präsidien. Das war bei jeder Bundestagswahl seit 1949 so und das würde ich mir auch dieses Mal wünschen."

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