Wieder mal umständlich

Kommentar: Der Weg zum digitalen Impfpass hätte einfacher sein können

10.6.2021, 16:39 Uhr
Auf einer Pressekonferenz wird der bundesweit eingeführte digitale Impfnachweis vorgestellt

Auf einer Pressekonferenz wird der bundesweit eingeführte digitale Impfnachweis vorgestellt © Bernd Settnik, dpa

Knapp 19 Millionen Deutsche haben das Glück, schon zwei Impfungen gegen Covid-19 erhalten zu haben. Sie haben aber auch ein klein wenig Pech: Nun müssen sie nämlich sehen, wie sie an ihren digitalen Impfausweis kommen, der künftig das Reisen und vieles anderes deutlich erleichtern wird.

Wessen Daten noch im Impfzentrum vorliegen, der erhält den entsprechenden Code per Post. Das ist keine große Mühe. Die anderen, deren Namen und Anschriften gelöscht wurden, müssen sich auf dem Weg zum Hausarzt oder zur Apotheke machen - möglichst nicht gleich am Montag. Diese zusätzliche Mühe hätte mit einem besseren Datenmanagement vermieden werden können, wie es zum Beispiel einige skandinavische Länder betrieben haben.


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Man wusste doch von Anfang an, dass der digitale Impfpass kommen würde. Warum waren Politik und Verwaltung wieder mal nicht darauf eingestellt? Wirklich schlimm ist es nicht - im Vergleich mit der schleppenden Impfstoffbeschaffung etwa -, aber ärgerlich ist es schon. Zumal eine "Umschreibung" den Staat bis zu 18 Euro kostet. Dieses Geld hätte man sich sparen können.