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Kretschmann will kriminelle Flüchtlinge "in die Pampa" schicken

Grünen-Spitze gibt Ministerpräsidenten in der Sache Recht - 10.11.2018 13:00 Uhr

Die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung in Freiburg beschäftigt auch die Grünen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann sorgt jetzt mit Äußerungen zu "Männerhorden" für Irritationen. © dpa


"Ich hätte es anders formuliert, aber in der Sache unterstreicht Kretschmann das, wofür wir Grünen lange streiten", sagte Parteichefin Annalena Baerbock am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Rein gar nichts" könne Gewalt gegen Frauen rechtfertigen, auch keine traumatische Fluchterfahrung. Es gebe Strukturen, die Gewalt förderten. "Daher haben wir immer gesagt, dass es für Asylsuchende dezentrale Unterbringung geben muss. Das ist die beste Prävention."

Der Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, rügte ebenfalls Kretschmanns Wortwahl: "Man sollte gerade bei heiklen Themen auf seine Sprache achten", sagte er dem Sender Phoenix. "Ich finde die Sprache zwar problematisch, aber Winfried Kretschmann bringt es auf den Punkt, warum die Ankerzentren von Innenminister Seehofer und CDU/CSU nicht nur inhuman sind, sondern zu einem Sicherheitsproblem führen."

Kretschmann hatte dafür plädiert, Flüchtlinge, die in Gruppen Straftaten begehen, von Großstädten fernzuhalten und im Land zu verteilen. "Solche Gruppen muss man trennen und an verschiedenen Orten unterbringen", sagte der Grünen-Politiker der Heilbronner Stimme und dem Mannheimer Morgen. Der Gedanke, einige von ihnen "in die Pampa" zu schicken, sei nicht falsch. "Großstädte sind für solche Leute wegen der Anonymität attraktiv und weil sie dort Gleichgesinnte treffen", sagte er. "Salopp gesagt ist das Gefährlichste, was die menschliche Evolution hervorgebracht hat, junge Männerhorden."

In Freiburg im Breisgau soll eine Studentin nach einem Disco-Besuch von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Acht Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft, sieben Syrer und ein Deutscher. 

dpa

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