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Lauterbach vorerst gegen Lockerungen von Corona-Auflagen

28.1.2022, 14:18 Uhr
 In der Pressekonferenz des Robert Koch-Instituts geben Karl Lauterbach (SPD), Bundesgesundheitsminister, und Lothar Wieler (l), Präsident des Robert Koch-Instituts, im Haus der Bundespressekonferenz Auskunft über das Infektionsgeschehen und die Impfentwicklung in der Coronapandemie.

 In der Pressekonferenz des Robert Koch-Instituts geben Karl Lauterbach (SPD), Bundesgesundheitsminister, und Lothar Wieler (l), Präsident des Robert Koch-Instituts, im Haus der Bundespressekonferenz Auskunft über das Infektionsgeschehen und die Impfentwicklung in der Coronapandemie. © Wolfgang Kumm, dpa

+++ Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bleibt bei seinem konservativen Kurs in Bezug auf die Corona-Auflagen. Der Zenit der Omikron-Welle sei noch nicht überschritten. Eine "Lockerungsperspektive" könnte es erst für die zweite Februarhälfte oder Anfang März geben. In den Schulen gelte es weiterhin mit Tests, Masken, Lüften und Isolation von positiv getesteten Kindern, die Welle zu begrenzen. Das Problem sei, dass die Fallzahlen so hoch seien, man habe die Situation jedoch noch unter Kontrolle.

+++ Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1073,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1017,4 gelegen.

+++ Lauterbach bekräftige auch sein Ja zur Impfplicht im Gesundheitswesen. "Das Gesetz gilt. Es geht dabei um den Schutz derer, die besonders gefährdet sind", sagte der SPD-Gesundheitsminister der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Konkrete Probleme betreffend, könne der Bund den Ländern helfen, ein einheitliches Vorgehen zu bestimmen - also wie damit umzugehen sei, wenn Personal ausfalle. "Was nicht geht, ist, dass die Impfpflicht in Pflegeheimen eines Landes gilt, ein paar Kilometer weiter aber nicht." Eine Verschiebung der Frist lehne er strikt ab.

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