Donnerstag, 19.09.2019

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Malta lässt Rettungsschiff "Ocean Viking" anlegen

Nach zwei Wochen auf hoher See waren die Essensvorräte knapp geworden - 23.08.2019 14:23 Uhr

In Sicherheit: Migranten schlafen auf dem Rettungsschiff «Ocean Viking», das erst nach zwei Wochen Blockade auf dem Mittelmeer in Malta anlegen darf. ©  Avra Fialas/SOS Mediterranee/AP (dpa)


Für das Rettungsschiff "Ocean Viking" mit 356 Migranten an Bord gibt es nach zwei Wochen Blockade auf dem Mittelmeer eine Lösung. Malta werde die Menschen erst einmal aufnehmen, bevor alle auf andere EU-Staaten verteilt werden, twitterte Maltas Regierungschef Joseph Muscat am Freitag. Die Migranten sollten auf Frankreich, Deutschland, Irland, Luxemburg, Portugal und Rumänien verteilt werden. "Keiner wird in Malta bleiben", betonte Muscat.

Das Schiff der Hilfsorganisationen SOS Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen hatte die Menschen vor zwei Wochen vor der Küste Libyens gerettet. Zuletzt hatte die Besatzung Alarm geschlagen, dass die Essensvorräte zuende gingen. Am Freitagnachmittag befand sich das Schiff zwischen der kleinen italienischen Insel Linosa und Malta.

Immer wieder werden Rettungsschiffe auf dem Meer blockiert

Das "unnötige Leiden" habe nun ein Ende, erklärte Ärzte ohne Grenzen nach Bekanntwerden der Lösung. "Während einige EU-Staaten endlich mit Menschlichkeit auf diese humanitäre Katastrophe im Mittelmeer antworten, braucht es nun einen vorhersehbaren Verteilmechanismus."

Immer wieder waren Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen teils wochenlang auf dem Meer blockiert. Die scheidende populistische Regierung in Italien und vor allem der rechte Innenminister Matteo Salvini hatte die Häfen des Landes weitgehend für die Schiffe geschlossen.

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Zuletzt hatte sich Malta mehrmals bereiterklärt, Migranten zunächst aufzunehmen, bis sie dann alle auf andere Staaten verteilt sind.

Zu der jetzigen Lösung sei man nach Gesprächen mit der EU-Kommission, Deutschland und Frankreich gelangt, hieß es in einer Mitteilung der Regierung in Valletta. Die Migranten würden nun auf Militärschiffe umsteigen und dann an Land gebracht. 

dpa

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