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Nach Terror von Halle: Söder besucht Nürnberger Synagoge

Am Freitagabend werden Menschenketten um die Synagogen gebildet - 11.10.2019 07:15 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder besucht am Freitag die Synagoge in Nürnberg. © Günter Distler, NNZ


Er wolle dort mit Vertretern der Gemeinde, Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und Mittelfrankens Polizeipräsident Roman Fertinger über die Sicherheitslage von jüdischen Einrichtungen und Synagogen sprechen, teilte die Staatskanzlei mit. In Bayern sollen am Freitagabend zudem Menschenketten um die Synagogen als Zeichen der Solidarität gebildet werden. Als Sprecher des "Bayerischen Bündnisses für Toleranz" rief der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zur Teilnahme auf: "Setzen Sie ein Zeichen gegen Antisemitismus, gegen Rassismus und Menschenverachtung und beteiligen Sie sich bei den Menschenketten um die Synagogen - auch in Bayern." Das Bündnis wurde nach dem vereitelten Attentat bei der Grundsteinlegung der Münchner Synagoge im Jahr 2003 gegründet.

Jüdische Gemeinden in der Region investieren in Sicherheit

Am Mittwoch hatte ein mutmaßlicher Rechtsextremist am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, in der Synagoge in Halle/Saale ein Blutbad unter Gläubigen anzurichten. Der 27-jährige Deutsche scheiterte beim Versuch, die Synagoge mit Waffengewalt stürmen, wie es aus Sicherheitskreisen hieß. Danach soll der Mann vor dem Gebäude und in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben. Er wurde festgenommen.

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dpa

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