Untersuchung des RKI

Neue Studie: Mehrheit der Corona-Intensivpatienten ungeimpft

13.1.2022, 17:02 Uhr
Ärzte und Pflegekräfte betreuen Patienten auf einer Intensivstation

Ärzte und Pflegekräfte betreuen Patienten auf einer Intensivstation © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Demnach waren zuletzt von knapp 9000 Intensivpatienten, bei denen der Impfstatus bekannt war, 62 Prozent ungeimpft. 10 Prozent hatten einen unvollständigen Immunschutz (Genesen ohne Impfung beziehungsweise Teil-Immunisierung), 28 Prozent hatten eine vollständige Grundimmunisierung oder bereits eine Auffrischimpfung (Booster). Die Erhebung bezieht sich auf den Zeitraum 14. Dezember 2021 bis 12. Januar 2022.

Daten sagen nichts zur Wirksamkeit von Impfungen

RKI und DIVI weisen darauf hin, dass die ausgewerteten Daten in dieser Form nicht geeignet seien, die Wirksamkeit der Impfung einzuschätzen. Dafür müssten die Daten unter anderem in ein Verhältnis mit der Entwicklung der allgemeinen Impfquote der Bevölkerung gesetzt werden.

In Deutschland hatten bis Donnerstag, 13. Januar 72,3 Prozent der Bevölkerung eine vollständige Grundimmunisierung erhalten.

Das Ziel des DIVI-Intensivregisters ist, die Verfügbarkeiten von Beatmungsbetten und von erweiterten Therapiemaßnahmen bei akutem Lungenversagen in Deutschland sichtbar zu machen. Das Register wurde im Frühjahr 2020 gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut aufgebaut.