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Niederländisches Parlament: China begeht Völkermord an Uiguren

China verurteilte die Erklärung als Einmischung in innere Angelegenheiten - 26.02.2021 16:39 Uhr

Mitglieder der uigurischen Gemeinschaft, die in der Türkei leben, halten Bilder von vermissten Familienmitgliedern hoch und skandieren "China Stop Genocide".

12.02.2021 © Ergin Hava, dpa


Die Regierung lehnt es aber nach den Worten von Außenminister Stef Blok weiter ab, das Vorgehen gegen die muslimische Minderheit als Völkermord zu bezeichnen. Das müsse zuvor von einem internationalen Gericht oder den UN festgestellt werden. Es gebe aber in "großem Stil Verletzungen der Menschenrechte der Uiguren, die in der nordwestlichen Region Xinjiang wohnen", sagte Blok.


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China verurteilte die Erklärung als Einmischung in innere Angelegenheiten des Landes. Die Vorwürfe seien "regelrechte Lügen", erklärte die chinesische Botschaft in Den Haag. Mit der Erklärung des Parlaments sei China "absichtlich besudelt" worden.

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Uiguren sind die größte turksprachige Ethnie im chinesischen Gebiet Xinjiang. In China werden sie allerdings gefoltert und misshandelt. Auf dem Nürnberger Jakobsplatz gab es am Samstag deshalb eine Demonstration und Kundgebung gegen die Unterdrückung.


Bereits zuvor hatte das Parlament die Regierung aufgefordert, sich für europäische Sanktionen gegen chinesische Unternehmen einzusetzen, die an Menschenrechtsverletzungen gegen die Uiguren beteiligt sind. Eine Entschließung für die Verlegung der Olympischen Winterspiele 2022 bekam dagegen keine Mehrheit. Die Spiele sollen in Peking stattfinden.


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dpa

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