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Petition: Betroffene fordern zweiten NSU-Untersuchungsausschuss

330 Menschen unterzeichneten bis zum Freitagmorgen - 02.10.2020 08:06 Uhr

"Neue Recherchen liegen vor und alle offenen Fragen sind zusammengetragen. Das Versprechen, keinen Schlussstrich unter den NSU-Komplex zu ziehen, muss eingelöst werden", heißt es in der Petition, über die zuerst der Bayerische Rundfunk berichtet hatte.


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Als Erstunterzeichner aufgeführt sind die Namen von Angehörigen der Mordopfer und mehreren Nebenklägern aus dem NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe. 330 Menschen hatten die Petition bis zum Freitagmorgen unterzeichnet.

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Die kaltblütigen Morde des NSU: Eine Chronologie

Jahrelang hielten die Rechtsterroristen Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt das Land in Atem. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen auf das Konto der beiden männlichen Täter etliche Bankraube, Attentate und zehn Morde gehen. Wir erinnern an die Opfer und Verletzten.


Der 2011 aufgeflogene "Nationalsozialistische Untergrund" (NSU) war eine Neonazi-Terrorzelle. Zschäpe hatte fast 14 Jahre lang mit ihren Freunden Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund gelebt. In der Zeit ermordeten die Männer neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine Polizistin. Sie begingen Sprengstoffanschläge mit vielen Verletzten und mehr als ein Dutzend Raubüberfälle. Mundlos und Böhnhardt nahmen sich dann das Leben.


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dpa

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