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Polizist im Netz gefeiert: Demonstranten Gebot der Nächstenliebe erklärt

"Wenn wir uns alle daran halten, haben wir kein Problem", so der Polizeichef - 19.04.2021 20:45 Uhr

Rund 100 Coronavirus-Skeptiker und Christen protestierten am Sonntag, den 18. April, in Worms gegen die Covid-Politik der Bundesregierung. Sie versuchten, den Auftritt Martin Luthers auf dem Reichstag zu Worms vor 500 Jahren für ihren Anlass zu beanspruchen. Nachdem die Polizei die Demonstranten aus dem Lutherdenkmal vertrieben hatte, zogen die Demonstranten durch die Innenstadt von Worms und versuchten, mehrere kleinere Proteste zu starten.

Thomas Lebkücher unterhält sich mit den Demonstranten

Im Gespräch mit den Manifestanten bestand der Chef der Polizeiinspektion Worms, Thomas Lebkücher, auf der Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften. Der Evangelische Pressedienst (epd) gab den Dialog wieder: "Sie haben ein Recht zu demonstrieren, andere haben ein Recht auf Leben", sagte Lebkücher. Zunächst bat er die Gruppe, über das christliche Gebot der Nächstenliebe nachzudenken, nach dem Gott jeden bedingungslos lieben und ihm daher eine unantastbare Würde verleihen würde.

Als ein Mann fragte, ob Jesus heute das Tragen einer Mund- und Nasenschutzmaske und eine Impfung empfehlen würde, antwortete der Polizist: "Der würde sagen: Betet so, dass ihr keinem anderen schadet", so der epd. Anschließend fuhr Lebkücher eine Stelle der Evangelien ein: Nachdem Petrus dem Soldaten Malchus mit einem Schwert ein Ohr abgeschlagen hatte, hatte Jesus diesem das Ohr wieder angelegt. "Weil er davon geprägt war, den Nächsten mehr zu lieben als sich selbst. Das ist das fundamentale Gebot, und wenn wir uns alle daran halten, haben wir kein Problem".

Nach Angaben des epd wurde das Video mit den Aussagen des Polizisten mehr als 250.000 Mal auf Twitter angesehen.

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avi

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