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Rassismus: Maischberger korrigiert nach Shitstorm die Gästeliste

Diskussionsrunde in der ARD will heute Abend auch über die Unruhen in den USA reden - 03.06.2020 15:18 Uhr

In ihrer Sendung am Mittwochabend will Sandra Maischberger auch über die Unruhen in den USA nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd sprechen. Dabei sein sollen nun doch nicht nur Gäste weißer Hautfarbe.

© ARD Das Erste, obs


Seit Tagen erschüttert der Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen Polizisten die USA. Der Vorfall ist für viele Menschen ein Symptom dafür, dass das Land noch immer ein gewaltiges Rassismus-Problem hat. Solidaritäts-Bekundungen gibt es aus aller Welt, beispielsweise auch aus Deutschland am vergangenen Spieltag durch Spieler der Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach.

Keine Überraschung also, dass das Thema heute Abend auch in der TV-Sendung "Maischberger. Die Woche" diskutiert werden soll (23 Uhr/ARD). Als Gäste eingeladen sind Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), die US-Wissenschaftlerin Priscilla Layne, ARD-Börsenexpertin Anja Kohl, Moderator Dirk Steffens, Focus-Kolumnist Jan Fleischhauer und die Virologin Helga Rübsamen-Schaeff. So unterschiedlich diese sind - allesamt sind sie weißer Hautfarbe.


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In den Sozialen Medien sorgt das derzeit für reichlich Wirbel. "Als ob es keine afro-amerikanischen Gesprächspartner*innen in Deutschland über das Rassismusproblem in den USA gäbe! Ihr setzt einen nach dem anderen drauf, you gotta be kidding me", twittert etwa der Aktivist und Blogger Nasir Ahmad. Der Journalist Danijel Majic fragt: "Wie oft hat man Euch in den letzten Jahren darauf hingewiesen, dass bei Themen wie #Rassismus die Betroffenen sprechen sollten? Warum seid ihr so lernresistent?"

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Krawalle in den USA nach Tod von George Floyd

In amerikanischen Städten kam es nach dem gewaltsamen Tod des Schwarzen George Floyd, der nach einer Polizeikontrolle gestorben war, zu mehrtägigen Ausschreitungen.


Die Redaktion der TV-Sendung aber will das so nicht stehen lassen - und wehrt sich. "Die Redaktion war seit Sonntag im Kontakt mit mehreren möglichen, auch schwarzen Gesprächpartner*innen zum Thema Rassismus in den USA", erklärt eine WDR-Sprecherin auf Anfrage von nordbayern.de; der WDR produziert die Sendung für die ARD. Und das nun offenbar kurzfristig doch noch mit Erfolg: "Zugesagt hat jetzt eine afro-amerikanische Germanistikprofessorin aus North Carolina."


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Aktuell kläre man noch die technische Infrastruktur, so die WDR-Sprecherin weiter. Die Professorin wird also nicht persönlich im Studio anwesend sein, sondern aus den USA zugeschaltet werden.

Darüber hinaus werde Rassismus auch nicht das einzige Thema der Sendung sein, betont die Sprecherin. Diskutiert werden solle beispielsweise auch über das Konjunkturpaket der Bundesregierung und die Corona-Reisewarnungen.

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