20°

Mittwoch, 08.04.2020

|

Razzia gegen Terrorverdächtige in Athen

Polizei beschlagnahmt Waffen und Sprengstoff — Mindestens zehn Personen festgenommen - 06.12.2010 11:00 Uhr

Griechische Polizisten sichern in einem Vorort von Athen eine Straße, in der eine Anti-Terror-Einheit eine Razzia durchführt. Dabei wurden Schusswaffen und Sprengstoff beschlagnahmt. © afp


Ziel waren nach Angaben von Gewährsleuten zwei militante Gruppen, von denen sich eine zu der versuchten Anschlagsserie mit Paketbomben im vergangenen Monat bekannt hat. Derzeit werde untersucht, ob die sichergestellten Waffen bei terroristischen Anschlägen genutzt wurden, sagte ein Polizeisprecher. Den Ermittlern zufolge fanden die Razzien im Athener Vorort Nea Smyrni statt. Griechische Medien berichten zudem von Einsätzen im Zentrum der Hauptstadt, im Viertel Exarchia, das als Hochburg der Anarchisten bekannt ist, und in der Hafenstadt Piräus.

Die Operation habe sich gegen die Gruppen “Verschwörung der Feuerzellen“ und “Sekte der Revolutionäre“ gerichtet, hieß es. Die “Verschwörung der Feuerzellen“ bekannte sich im November zu einer Reihe von Paketbombenanschlägen, eine der Sendung hatte auch das Bundeskanzleramt in Berlin erreicht. Angehörige der “Sekte der Revolutionäre“ erschossen im Juni 2009 einen Polizisten, der einen Zeugen in einem Terrorprozess schützen sollte. Im Juli töteten Mitglieder der Gruppe einen Journalisten. Die militante Gruppe entstand nach den gewaltsamen Protesten, die 2008 nach dem Tod eines jungen Demonstranten eskalierten. Nach Polizeiangaben stehen beide Organisationen miteinander in Verbindung.

dapd

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus dem Ressort: Politik