Krieg gegen die Ukraine

Russland räumt Schwierigkeiten und Fehler im Krieg gegen die Ukraine ein

18.5.2022, 21:01 Uhr
Ein ausgebrannter russischer Panzer vor einem zerstörten Wohnhaus in dem Dorf Mala Rogan, östlich von Charkiw.

© Foto: Aziz Karimov/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa Ein ausgebrannter russischer Panzer vor einem zerstörten Wohnhaus in dem Dorf Mala Rogan, östlich von Charkiw.

+++Russland hat in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine Schwierigkeiten und Fehler eingeräumt, aber eine Fortsetzung der Kämpfe angekündigt. "Trotz aller Schwierigkeiten wird die militärische Spezialoperation bis zum Ende fortgeführt", sagte der stellvertretende Sekretär des nationalen Sicherheitsrates, Raschid Nurgalijew.

Trotz der Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine laufe die Operation weiter. Es würden alle "Aufgaben - darunter die Entmilitarisierung und die Entnazifizierung sowie der Schutz der Donezker und Luhansker Volksrepubliken - komplett umgesetzt", sagte der frühere Innenminister.

+++In der ukrainischen Hafenstadt Mariupol haben sich russischen Angaben zufolge seit Wochenbeginn 959 ukrainische Kämpfer aus dem belagerten Stahlwerk Azovstal ergeben. Unter ihnen seien 80 Verletzte, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau laut Agentur Interfax mit. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für diese Zahl.

+++ Nach Spannungen im Verhältnis zwischen Kiew und Berlin bezeichnet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Telefonat mit Bundeskanzler Olaf Scholz als "recht produktiv". Man habe unter anderem über militärische Unterstützung für die Ukraine gesprochen, teilt Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache mit. Er habe Scholz über die aktuelle militärische Lage und ihre mögliche künftige Entwicklung informiert, sagt der Präsident. Etwas andere Worte wählt Selenskyj, um sein Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu beschreiben. Diese Unterhaltung sei "substanziell und lang" gewesen, sagt er. Es sei unter anderem um die nächste Runde der europäischen Sanktionen gegen Russland sowie die Pläne der Ukraine für einen raschen Beitritt zur Europäischen Union gegangen.

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