Krieg gegen die Ukraine

Russland setzt Angriff auf Ostukraine fort: Zivile Objekte in Slowjansk beschossen

4.7.2022, 07:36 Uhr
Der 71-jährige Wladimir Wassiljewitsch steht vor dem zerstörten Hauses seiner Verwandten in Slowjansk.

© Michal Burza/ZUMA Press Wire/dpa Der 71-jährige Wladimir Wassiljewitsch steht vor dem zerstörten Hauses seiner Verwandten in Slowjansk.

+++ Bei Raketenangriffen auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind Bürgermeister Wadym Ljach zufolge 6 Menschen getötet und 15 verwundet worden. Ljach nannte die Attacke am Sonntag bei Facebook den "schwersten Angriff in jüngster Zeit" auf die Stadt in der Region Donezk. Unter den Toten sei auch ein Kind. Ljach zufolge wurden zivile Objekte getroffen - keine militärischen Einrichtungen. Die Angaben aus den Kampfgebieten lassen sich unabhängig kaum prüfen.

+++ Russland hat dem Westen vorgeworfen, Friedensverhandlungen mit der Ukraine zu verhindern und den Krieg damit in die Länge zu ziehen. "Jetzt ist der Moment, wo die westlichen Länder alles auf eine Fortsetzung des Kriegs setzen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Sonntag im Staatsfernsehen. Unter Führung der USA erlaube der Westen den Ukrainern "weder an Frieden zu denken noch darüber zu reden oder ihn zu besprechen". Damit reagierte Peskow auf Äußerungen westlicher Politiker, die Ukraine nicht zu Verhandlungen drängen zu wollen.

+++ Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einem Treffen mit IOC-Präsident Thomas Bach in Kiew den Ausschluss russischer und belarussischer Sportler aus vielen Turnieren begrüßt.

"Man darf nicht zulassen, dass ein Terrorstaat den Sport nutzt, um seine politischen Interessen und Propaganda zu fördern", sagte Selenskyj einer Mitteilung zufolge am Sonntag. Er sei Bach für seine "unerschütterliche Position" bei diesem Thema dankbar. "Während Russland versucht, das ukrainische Volk zu zerstören und andere Länder Europas zu erobern, haben seine Vertreter keinen Platz in der Sportgemeinschaft der Welt", betonte Selenskyj.

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