Krieg gegen die Ukraine

Russland und Nordkorea wollen Beziehungen ausbauen

15.8.2022, 15:34 Uhr
Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, und Wladimir Putin, Präsident von Russland, geben einander die Hand.

© Alexander Zemlianichenko, dpa Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, und Wladimir Putin, Präsident von Russland, geben einander die Hand.

+++ Putin habe in einer Grußbotschaft an Kim zum Tag der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft (1910 bis 1945) geschrieben, dass beide Seiten eine Tradition der bilateralen Freundschaft und Zusammenarbeit verbinde, berichteten nordkoreanische Staatsmedien am Montag. Es sei im Interesse der Menschen beider Länder die Beziehungen auszubauen, wurde Putin zitiert. Dies würde auch dazu beitragen, "die Sicherheit und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und in der ganzen nordostasiatischen Region zu stärken". Nach der russischen Invasion in die Ukraine hatte das weithin abgeschottete Nordkorea seine politische Unterstützung für Putins Kurs zugesichert.

+++ Russland berichtet von Angriffen im Osten und Süden: Russlands Militär hat von Angriffen der eigenen Truppen im Osten und Süden der Ukraine berichtet. Besonders betroffen seien die Gebiete Charkiw, Cherson und Donezk. Im Charkiwer Gebiet seien in den vergangenen 24 Stunden mehr als 100 "ausländische Söldner" getötet und mehr als 50 verletzt worden, darunter auch Deutsche und Polen, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau, Igor Konaschenkow laut einem Bericht der Tagesschau. Der russische Militärsprecher Konaschenkow berichtete zudem von Luftangriffen auf die Gebiete Cherson im Süden und Donezk im Osten, infolge derer mehr als 420 ukrainische Soldaten getötet worden seien. Unabhängig überprüfbar seien diese Angaben aber nicht.

+++ Russland für Feuerpause bei umkämpftem Atomkraftwerk in Ukraine: Nach wiederholtem Beschuss des südukrainischen AKWs Saporischschja schlagen die russischen Besatzer eine Feuerpause in dem Gebiet vor. "Die Führung der Vereinten Nationen und der Chefdiplomat der EU sollten nicht über Entmilitarisierung sprechen, sondern über die Einführung einer Feuerpause", sagte Wladimir Rogow, ein Vertreter der russischen Besatzungsbehörden, der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Russland und die Ukraine beschuldigen sich seit Tagen gegenseitig bezüglich der Angriffe auf das AKW in der Stadt Enerhodar

+++ Der erste Getreidefrachter im Auftrag der Vereinten Nationen (UN) ist am Sonntag aus dem südukrainischen Hafen Piwdennyj mit Weizen für Afrika ausgelaufen. Das teilte der Gouverneur des Gebietes Odessa, Maxym Martschenko, auf Telegram mit. Das Welternährungsprogramm der UN (WFP) habe den Frachter "Brave Commander" gechartert. Die Ladung von 23.000 Tonnen Weizen ist nach UN-Angaben für Äthiopien bestimmt. Die UN und die Türkei hatten Ende Juli Vereinbarungen vermittelt, dass die Ukraine trotz des russischen Angriffskrieges wieder Getreide über ihre Schwarzmeerhäfen ausführen darf.

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