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Screenshots veröffentlicht: So soll die Corona-App aussehen

Anwendung soll helfen, die Pandemie weiter einzudämmen - 01.06.2020 15:33 Uhr

Die Bundesregierung will die Corona-Warn-App in wenigen Wochen veröffentlichen, wie sie am Freitag mitgeteilt hatte. Die App soll dabei helfen, die Kontakte einer mit dem Coronavirus infizierten Person zu identifizieren und die Infektionskette zu unterbrechen. Sie soll anonymisiert erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind – und Nutzer warnen, wenn sich herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten haben. Wenn ein Nutzer seine bestätigte Infektion in der App meldet, werden Personen benachrichtigt, die in den vergangenen Tagen seinen Schlüssel empfangen haben.

Am Pfingstwochenende hat SAP-Technikchef Jürgen Müller nun auf dem Karriere-Portal linkedin den aktuellen Stand der App-Entwicklung vermeldet. So soll die erste Version zunächst auf Deutsch und Englisch verfügbar sein, weitere Sprachen wie Türkisch sollen folgen. Sie soll einfach mit einem Finger bedienbar sein und auch erste Bilder der Nutzeroberfläche wurden bereits auf GitHub veröffentlicht, einer Software-Entwicklungs-Plattform für Open-Source-Projekte.

Einfache Benutzerführung, klarer Aufbau: So soll die Corona-Warnapp aussehen. © NN


"Gemeinsam Corona bekämpfen", steht schwarz auf weiß auf dem Startbildschirm geschrieben, wo noch einmal das Prinzip mit den sich nahekommenden Smartphones erklärt wird. Auf dem Home-Screen sieht der User Statistiken wie etwa die Anzahl seiner Risiko-Begegnungen und kann sich von dort aus weiter durch die Anwendung navigieren. "Die neuesten Veröffentlichungen auf GitHub sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Einführung der Corona-Warn-App", schreibt Müller.

Die App soll mit Blick auf Datenschutz und Datensicherheit ausführlich geprüft werden. Ihre Nutzung soll freiwillig sein. "Je mehr Menschen da mitmachen, desto nützlicher wird sie sein", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. "Das ist aber nicht so, dass sie gar nichts bringt, wenn nur wenige mitmachen. Sondern jeder, der zusätzlich mitmacht, ist eine Hilfe, um Kontaktketten nachzuverfolgen."

dpa, psz

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