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Söder: Kanzlerkandidat muss sich erst in der Corona-Krise beweisen

Bayerns Ministerpräsident ist derzeit Bürger-Favorit für die Kandidatur - 05.07.2020 14:37 Uhr

Söder als Kanzler? Seinen Äußerungen zufolge steht das für ihn nicht zur Debatte. Bayerns Ministerpräsident hat aber klare Vorstellungen, was der Union-Kandidat leisten muss.

© via www.imago-images.de, imago images/Marja


Aus Sicht von CSU-Chef Markus Söder muss sich der künftige Unionskanzlerkandidat in der Corona-Krise bewiesen haben. Wer dabei versage, habe "keinen moralischen Führungsanspruch", sagte der bayerische Ministerpräsident dem Berliner Tagesspiegel (Sonntag). "Nur wer Krisen meistert, wer die Pflicht kann, der kann auch bei der Kür glänzen."

Zu seinen Ambitionen auf eine Kandidatur befragt, antwortete Söder: "Mein Platz ist in Bayern. Aber ich will als Ministerpräsident und CSU-Parteivorsitzender meinen Beitrag leisten, dass wir in Deutschland erfolgreich sind." Er fügte hinzu: "Die CDU entscheidet allein, wen sie an ihre Spitze wählt. Aber klar ist: Ohne die CSU kann man nicht Kanzlerkandidat werden."

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Markus Söder, gebürtiger Nürnberger, ist Ministerpräsident von Bayern. Er inszeniert sich auch mal gerne selbst. Die politische Bühne betritt er schon früh, seit 1983 ist er CSU-Mitglied. Seitdem hat die Welt viele unterschiedliche Gesichter von ihm zu sehen bekommen - und jede Menge schillernde Auftritte.


Dabei ist der bayerische Ministerpräsident nach Umfragen der Favorit der Bürger für die Unionskanzlerkandidatur - klar vor den drei Bewerbern um den CDU-Parteivorsitz, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, dem Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und dem Außenpolitiker Norbert Röttgen. Laschet hat anders als Söder in der Corona-Krise einen Lockerungskurs gefahren und ist angesichts der Infektionsausbrüche in seinem Land teilweise in die Kritik geraten.

Union ist weiterhin die stärkste Kraft in der Bundesrepublik

Den Spekulationen, dass Söder doch antreten könnte, tritt Merz entgegen: "Er hat mehrfach gesagt, dass sein Platz in Bayern ist, wo er ja gerade in der Corona-Krise auch einen klasse Job macht", sagte er der Augsburger Allgemeinen (Montag). "Historisch betrachtet war es bisher so, dass die CSU den gemeinsamen Kanzlerkandidaten dann gestellt hat, wenn die CDU mit ihrer eigenen Führung unzufrieden war. Das war 1980 so, das war 2002 so, und ich bin mir ziemlich sicher, dass das 2021 nicht so sein wird."

Im "Sonntagstrend" der Bild am Sonntag blieb die Union mit unverändert 37 Prozent stärkste Kraft. Dahinter folgen laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar die Grünen mit 19 Prozent, die damit die dritte Woche hintereinander um einen Prozentpunkt zulegen. Dahinter reihen sich jeweils unverändert die SPD (16 Prozent), die AfD (10), die Linke (8) und die FDP (6) ein.


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dpa

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