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Tausende demonstrieren gegen G7-Gipfel in Südfrankreich

Mehr als 13.000 Einsatzkräfte sichern das politische Toptreffen ab - 24.08.2019 13:03 Uhr

"Stop climate Crime" steht auf einem Plakat der Demonstranten. © GEORGES GOBET, AFP


Der Protest in Hendaye verlief am Samstag zunächst friedlich, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Unter den Demonstranten seien auch einige Vertreter der Protestbewegung "Gelbwesten" gewesen. Diese hatte insbesondere zu Jahresbeginn gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron protestiert, dabei war es auch zu Krawallen gekommen.

Zur Festung umgebaut

Der Gipfel der G7 wird am Abend im rund 30 Kilometer entfernten Biarritz beginnen, der Ort liegt ebenfalls im spanischen Baskenland. Biarritz wurde zu einer Festung umgebaut, Kundgebungen sind dort nicht erlaubt. Das Toptreffen wird von über 13.000 Einsatzkräften geschützt. In der gesamten Region werden Ausschreitungen gewalttätiger Gipfelgegner befürchtet.

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Der Gipfel der großen Industriestaaten kostest nach den Worten von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron "zehn bis fünfzehn Mal" weniger als frühere Treffen. Das sei beispiellos, sagte Macron am Samstag in Biarritz bei einem Treffen mit Vertretern der Stadt Biarritz und der Region des französischen Baskenlandes.

Drohungen aus Washington

Vor Beginn des Gipfels ist US-Präsident Donald Trump in Frankreich eingetroffen. Trump landete am Samstagmittag in Bordeaux, wie mitreisende Reporter berichteten. Anschließend wollte der US-Präsident mit einem kleineren Flugzeug weiter in den südwestfranzösischen Badeort Biarritz fliegen.

Vor seiner Abreise aus Washington hatte Trump die französische Digitalsteuer erneut scharf kritisiert und dem G7-Gastgeberland mit Konsequenzen gedroht. Er warnte, die USA würden Wein der Franzosen mit Strafzöllen belegen "wie sie es noch nie gesehen haben".

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dpa

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