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Teil-Lockdown in Augsburg und Rosenheim schon ab Freitag

Unterschiedliche Ansichten über die vorgezogenen Beschränkungen - 29.10.2020 20:56 Uhr

Teil-Lockdown in Augsburg und Rosenheim vorgezogen.

29.10.2020 © Sven Hoppe, dpa


Augsburg und Rosenheim werden den für kommende Woche in Deutschland geplanten Teil-Lockdown vorzeitig umsetzen. In Augsburg, mit rund 300.000 Einwohnern Bayerns drittgrößte Stadt, sowie in der ebenfalls kreisfreien oberbayerischen Stadt Rosenheim werden die in dem Bund-Länder-Beschluss vom Mittwoch festgelegten Schutzmaßnahmen bereits ab diesem Freitagabend um 21.00 Uhr gelten.


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Der 2. November sei für Augsburg zu spät, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) am Donnerstagnachmittag. Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München angekündigt, dass Augsburg die Verschärfung der Corona-Vorschriften wohl vorziehen werde.

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Während die schwäbische Rathauschefin Weber voll hinter den Maßnahmen steht, ist die Verwaltung im ähnlich stark von Neuinfektionen betroffenen Rosenheim von dem Schritt nicht überzeugt. Die Regierung von Oberbayern habe die Stadt angewiesen, die landesweit ab Montag geltenden Corona-Beschränkungen schon früher in Kraft zu setzen, teilte die Kommune mit.

Rosenheim-OB "außerordentlich unglücklich"

"Ich bin über diese vorgezogenen Beschränkungen, speziell für den Bereich der Gastronomie, außerordentlich unglücklich", kommentierte Oberbürgermeister Andreas März (CSU) die Anweisung aus München. "Im Hinblick auf den notwendigen Infektionsschutz der Bevölkerung war eine für die Gastronomie günstigere Lösung aber nicht mehr möglich."

Die beiden Städte sowie die Kreise Berchtesgadener Land (Oberbayern) und Rottal-Inn (Niederbayern) sind derzeit die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffenen Kommunen im Freistaat. Rosenheim und Augsburg kommen dabei jeweils auf etwa 257 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

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Die beiden Landkreise hatten bereits vor dem Bund-Länder-Treffen regionale Lockdowns inklusive Schul- und Kindergartenschließungen angeordnet. Nach dem Beschluss von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Ministerpräsidenten werden nun bundesweit private Kontakte stark beschränkt, Restaurants und Freizeiteinrichtungen geschlossen sowie Veranstaltungen untersagt - die Bildungseinrichtungen für die Kinder sollen aber geöffnet bleiben.


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dpa

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