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Unterfranken: Soldat stirbt bei Schießübung mit Panzerfaust

Der Hauptgefreite wurde durch die Wucht des Rückstrahls verletzt - 17.05.2017 11:53 Uhr

Auf dem Truppenübungsplatz in Wildflecken (Landkreis Bad Kissingen) starb am Dienstag ein Soldat der Bundeswehr bei einem Gefechtsschießen mit scharfer Munition. © NEWS5 / Fricke


"Der Unfall ereignete sich bei einem Gefechtsschießen. Die Soldaten üben dabei mit scharfer Munition", sagte ein Sprecher des Heeres am Mittwoch. Der Polizei Unterfranken zufolge stand der Mann bei der Abgabe des Schusses gegen 14.45 Uhr genau hinter der Panzerfaust und wurde deshalb vom Rückstrahl der Waffe erfasst.

Durch die Wucht dieses Rückstrahls wurde der Hauptgefreite durch die Luft geschleudert und so schwer verletzt, dass er noch auf dem Truppenübungsplatz starb. Ein sofort hinzugerufener Arzt der Bundeswehr konnte nach Angaben der Polizei nur noch den Tod des Soldaten aus dem Kreis Paderborn (Nordrhein-Westfalen) feststellen. Der 22-Jährige gehörte der Panzerbrigade im ostwestfälischen Augustdorf (Nordrhein-Westfalen) an.

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Bei der Waffe handelt es sich um eine Panzerfaust 3. Sie ist im schussbereiten Zustand rund 13 Kilogramm schwer. Zudem hat sie eine Reichweite von 300 bis 400 Metern. Die Geschosse werden mit Pulvergasen auf eine Geschwindigkeit von mehr als 220 Meter pro Sekunde beschleunigt. Hersteller ist die Firma Dynamit Nobel Defence mit Sitz in Würgendorf im südlichen Westfalen. Üblicherweise muss der Schütze stets vorwarnen, bevor er schießt. "Das kann ein 'Achtung, ich schieße!' oder ein anderes vereinbartes, klares verbales Signal sein. Das ist so vorgesehen", sagte ein Brigadesprecher dazu.

Ob der Schütze, ein ebenfalls 22 Jahre alter Soldat, dieses Signal vor dem Abfeuern der Waffe gegeben hat, ist noch unklar. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Schweinfurt ermitteln deshalb nun insbesondere die Situation und die zeitlichen Abläufe am Schießstand.

Dieser Artikel wurde am 17. Mai um 11.53 Uhr aktualisiert. 

dpa

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