Donnerstag, 14.11.2019

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Ursula von der Leyen als Nato-Generalsekretärin im Gespräch

Verteidigungsministerin könnte 2020 an die Spitze des Bündnisses rücken - 17.02.2018 15:44 Uhr

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CSU) genießt hohes Ansehen bei ihren Ressortkollegen innerhalb der Nato. Inzwischen ist sie als Nachfolgerin von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Gespräch. © dpa


Zurzeit nehmen von der Leyen und Stoltenberg an der Münchner Sicherheitskonferenz teil, bei der die Bundesverteidigungsministerin unter anderem den außenpolitischen Kurs von Donald Trump mit deutlichen Worten kritisierte. Es gehe nun darum ein Europa aufzubauen, das auch militärisch mehr Gewicht in die Waagschale werfen könne, sagte sie. "Das damit mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortung tragen kann."

Die Worte der deutschen Verteidigungsministerin haben nicht nur bei dieser Veranstaltung Gewicht. Denn Deutschland hat in der Zeit, in der Ursula von der Leyen das Verteidigungsministerium führt, das Engagement in der Nato deutlich verstärkt. Im Kreis der Nato-Staaten schätze man sie wegen ihres strategischen Gespürs und ihrer großen Sachkenntnis, erklärte ein Spitzendiplomat gegenüber der Welt am Sonntag. "Alle Minister-Kollegen hören zu, wenn sie spricht. Und sie kümmert sich engagiert auch um die kleineren Länder in der Allianz.“

 Unterstützung für die Überlegung, dass von der Leyen mittelfristig an der Spitze der Nato stehen könnte, kommt aus Kreisen der Union und der FDP. Bedenken gegen eine Wahl von der Leyens zur Nato-Chefin hat nach Angaben aus Bündniskreisen jedoch noch die Türkei. Die Vorbehalte gelten aber nicht als unüberwindbar.

2020 könnte Deutschlands Verteidigungsministerin das Ruder übernehmen, dann läuft die Amtszeit von Nato-Chef Stoltenberg aus. Der frühere norwegische Ministerpräsident übt das Amt seit 2014 aus. Ursula  von der Leyen wäre im Falle einer Wahl die erste Frau an der Nato-Spitze. 

aar

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