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Verfassungsschutz nimmt Rechte im Netz ins Visier

Erste Internetermittler sind in Schleswig-Holstein bereits im Einsatz - 12.10.2019 09:27 Uhr

Statt in Hinterzimmern vernetzen und radikalisieren sich Extremisten zusehends online. © dpa


Schwerpunkt sei der Rechtsextremismus, sagte Schleswig-Holsteins kommissarischer Verfassungsschutzchef Joachim Albrecht der Deutschen Presse-Agentur. Die ersten von künftig rund einem Dutzend Internetermittlern seien bereits im Einsatz.

Der Verfassungsschutz hat auch linksextremistische und islamistische Strukturen im Visier. "Aber wir haben uns so organisiert, dass wir flexibel auf verschiedene Lagen reagieren können", sagte Albrecht. Das Team soll aus mindestens zwölf Spezialisten bestehen und damit rund zehn Prozent aller Mitarbeiter des Verfassungsschutzes im Land umfassen.

Mit Fantasie das Feld erforschen

Statt in Hinterzimmern vernetzen und radikalisieren sich Extremisten zusehends online. "Was wir uns als Erfolg wünschen ist, die Kommunikation innerhalb eines extremistischen Bereiches durch diese Arbeit mitverfolgen zu können - ganz gleich, ob dies Einzeltäter sind oder Gruppen, die in Schleswig-Holstein aktiv sind und möglicherweise überregionale Bezüge haben", sagte Albrecht.

Die Spezialeinheit bekomme für ihre neue Arbeit im Netz von Albrecht keine Vorgaben. "Die Kollegen sollen mit Fantasie das Feld erforschen, möglicherweise auch durch Einsatz technischer Tools", sagte er. Konkreten Hinweisen - aus eigener Recherche oder durch andere Sicherheitsbehörden - werde das Team natürlich direkt im Netz nachgehen. "Aber daneben sollen sie selber im Internet aktiv sein."

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dpa

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