Mieter entlastet

Vermieter sollen künftig 50 Prozent der CO2-Preis-Kosten tragen

12.5.2021, 13:48 Uhr
Heizen wird teurer: Durch die CO2-Bepreisung werden die Preise für Gas und Öl in den kommenden Jahren deutlich steigen. 

Heizen wird teurer: Durch die CO2-Bepreisung werden die Preise für Gas und Öl in den kommenden Jahren deutlich steigen.  © Sina Schuldt, dpa

Vermieter sollen künftig die Hälfte der Kosten für den seit 1. Januar geltenden CO2-Preis auf Öl und Gas tragen. Das geht aus einem Beschluss hervor, den die Bundesregierung begleitend zum geänderten Klimaschutzgesetz gefasst hat.

Wochenlang hatte die große Koalition über eine faire Lastenverteilung zwischen Mietern und Vermietern gestritten und keine Einigung erzielt. Grüne und SPD hatten sich für eine Entlastung von Mietern ausgesprochen, während die Union argumentiert hatte, dass Vermieter nicht für den Strom- und Wärmeverbrauch von Mietern verantwortlich seien.

Klimaschutzgesetz sieht weitere Punkte vor

Die Teil-Entlastung von Mietern, über die zuerst der Spiegel berichtete, ist Teil eines Kabinettsbeschlusses, den die Bundesregierung nun gemeinsam mit dem geänderten Bundes-Klimaschutzgesetz gefasst hat. Darin verpflichtet sich die Bundesregierung, zusätzliche acht Milliarden Euro zur Finanzierung weiterer Klimaschutzmaßnahmen bereitzustellen. Auch die Standards für Neubauprojekte sollen angehoben werden, um weitere Anreize für klimafreundliche Lösungen im Bausektor zu schaffen.


Was der neue CO2-Preis für den Geldbeutel des Bürgers bedeutet


Als weitere Schwerpunkte sieht der Plan einen Investitionspakt mit der Industrie für "klimafreundliche Produktion in Deutschland", eine Förderung des Einsatzes von Wasserstoff zur Energiegewinnung und eine stärkere Nutzung des Potenzials natürlicher CO2-Senken vor. Außerdem will die Regierung prüfen, ob zur Finanzierung eines Teils der Vorhaben klimaschädliche Subventionen wegfallen können.

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