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Vorherrschende Mutante: Omikron-Anteil in Tschechien bei mehr als 80 Prozent

17.1.2022, 21:16 Uhr
Die Omikron-Variante hat in Tschechien inzwischen einen Anteil von mehr als 80 Prozent an den auf Varianten untersuchten Proben.

Die Omikron-Variante hat in Tschechien inzwischen einen Anteil von mehr als 80 Prozent an den auf Varianten untersuchten Proben. © Julian Stratenschulte/dpa

+++ Die Omikron-Variante habe inzwischen einen Anteil von mehr als 80 Prozent an den auf Varianten untersuchten Proben, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde SZU am Montag in Prag mit. Omikron hat in dem deutschen Nachbarland Delta als vorherrschende Mutante längst abgelöst. "Die gute Nachricht ist, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen sinkt", sagte Innenminister Vit Rakusan nach einer Sitzung des zentralen Krisenstabs. Eine Überlastung des Gesundheitssystems drohe derzeit nicht.

+++ Am Sonntag wurden 129.000 Impfungen vorgenommen, am Samstag waren es 408.000, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Montag hervorgeht. Mindestens 60,5 Millionen Menschen haben den vollständigen Grundschutz gegen das Coronavirus mit der meist nötigen zweiten Impfung erhalten. Das entspricht mindestens 72,7 Prozent der Bevölkerung. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung haben 39,2 Millionen Menschen (47,1 Prozent) erhalten. Diese ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron.

+++Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) sieht beim Thema Impfpflicht vor allem die Erwachsenen in der Pflicht. Die Pandemie habe vor allem Kindern und Jugendliches viel abverlangt, sagte sie im Interview mit dem Deutschlandfunk. Sie befänden sich in einer "sehr sensiblen Entwicklungsphase, wo sie den Kontakt zu Gleichaltrigen ganz unbedingt brauchen". Die Impfpflicht ist aus ihrer Sicht ein wichtiges Instrument, das auch umgesetzt werden müsse. Doch es müsse klar sein, "dass bei einer Impfpflicht wir über Erwachsene sprechen und nicht Kinder und Jugendliche."

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