Corona-Impfung unbrauchbar

Wegen Kontamination: Millionen Johnson & Johnson-Dosen weniger für Deutschland

12.6.2021, 21:12 Uhr
Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson.

Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson. © ./Johnson & Johnson/AP/dpa

Eine Sprecherin des Ministeriums nannte die Tatsache "bedauerlich". Johnson & Johnson geht davon aus, dass die verlorene Menge so schnell wie möglich im Juli nachgeliefert wird. Ursprünglich sollten im laufenden Quartal 10,1 Millionen Dosen des J&J-Impfstoffs in Deutschland eintreffen, so die Anfang Juni vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Lieferprognosen.

Impfungen vernichtet

Laut Bayerischem Rundfunk seien mehreren Millionen Dosen aufgrund einer möglichen Kontamination in einem Impfstoff-Werk in Baltimore unbrauchbar. Auf Anordnung der FDA wurden große Mengen des bereits von Johnson & Johnson hergestellten Impfstoffs vernichtet. Betroffen waren 60 Millionen Dosen des Vakzins.

Johnson & Johnson in EU zugelassen

Der Impfstoff von J&J, der ursprünglich ausschließlich in den Niederlanden hergestellt wurde, erhielt Ende Februar in den USA die Notfallzulassung. Mitte März wurde das Vakzin dann in der EU zugelassen. Im Gegensatz zu anderen bisher zugelassenen Corona-Impfstoffen muss der Johnson & Johnson-Impfstoff nur einmal gespritzt werden, um einen vollständigen Schutz zu gewährleisten. Schon im April wurde berichtet, dass die Brüsseler Behörde bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Impfstoffs erwartete. Gut 10 Millionen Dosen sollten nach Deutschland gehen.