Erlanger Professorin erklärt

Biologisches Wunder: Deshalb verdaut unser Magen sich nicht selbst

Birgit Heinrich, magazin@vnp.de
Birgit Heinrich

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10.6.2022, 05:58 Uhr
Wenn die Magenschleimhaut sind entzündet, spricht man von einer Gastritis.

© Pixabay Wenn die Magenschleimhaut sind entzündet, spricht man von einer Gastritis.

Es stimmt, dass unser Magen Salzsäure enthält. Diese hilft, die Nahrung zu zersetzen und für die weiteren Verdauungsprozesse vorzubereiten, indem sie unter anderem das Eiweiß aus der Nahrung freisetzt. Das erklärt Professorin Yurdagül Zopf, Oberärztin der Medizinischen Klinik 1 - Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie - aus der Urologischen und Kinderurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen.

Die Säure schützt vor schädlichen Keimen

© Uniklinik Erlangen

Außerdem sorgt der durch die Salzsäure geringe pH-Wert im Magen für eine Abtötung und Abwehr von potentiell schädlichen Keimen, die über die Nahrung aufgenommen werden.

Der Grund, warum sich der Magen nicht selbst verdaut, ist die dicke Schleimschicht, die sich wie ein Schutzfilm über die Magenwand zieht. Die darunter liegenden Zellschichten werden so vor der Säure geschützt, und die Säure wird zusätzlich durch den Schleim neutralisiert. Des Weiteren besitzt die Magenwand ein hohes Regenerationspotential, sodass beschädigte Zellen stets rasch ersetzt werden.

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