Ernährung

Er blüht überall: Ist Löwenzahn giftig oder gesund?

Ella Gößelein

8.5.2022, 15:36 Uhr
Löwenzahn ist bekannt für seine gelben Blüten. 

© Martin Schutt, dpa Löwenzahn ist bekannt für seine gelben Blüten. 

Der Löwenzahn ist in Deutschland auf fast allen Wiesen und an unzähligen Wegrändern zuhause. Bekannt ist er für seine zackigen Blätter und seine gelben Blüten. Ist diese verblüht, bildet sich die allseits bekannte Pusteblume.

Ist Löwenzahn gesund?

Den Blättern und Blüten des Löwenzahns wird eine heilende Wirkung nachgesagt. So können die Blätter als Salat, als Pesto oder Tee verzehrt und die Blüten zu Marmelade oder Sirup verarbeitet werden. Löwenzahn ist sehr gesund, da er Vitamin C und Vitamin A sowie Kalzium, Eisen und Magnesium enthält, die Verdauung anregt und entzündungshemmend wirkt. Löwenzahn kann also Bestandteil einer gesunden Ernährung sein.

Ist Löwenzahn giftig?

Doch tatsächlich enthält der Löwenzahn auch die giftigen Stoffe Oxalsäure und Taraxacin. Der erste Stoff ist hauptsächlich in älteren Blättern der Pflanze zu finden und ist in vielen Lebensmitteln enthalten, beispielsweise Rhabarber, Spinat und Mandeln. Wenn man große Mengen Oxalsäure verzehrt, kann das zu Übelkeit und Erbrechen führen. Menschen mit einer Neigung zu Harnsteinen sollten ganz auf oxalsäurereiche Speisen verzichten.

Zu empfehlen ist daher, nur die junge Blätter zu essen, da diese weniger Giftstoffe enthalten. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, gilt ähnliches auch für das im Saft des Löwenzahn enthaltene Taraxacin.

Welche Symptome sind möglich?

Bei übermäßigem Verzehr kann Taraxacin unangenehme Symptome auslösen. Darunter sind Bauchschmerzen, Brechreiz und Durchfall. Sollten diese Symptome auftreten, hilft es, viel Wasser zu trinken. In selteneren Fällen wurden Herzrhythmusstörungen beobachtet, schreibt das Informationszentrale gegen Vergiftungen Bonn. Todesfälle aufgrund von Taraxin gab es bisher noch nicht. Kommt lediglich die Haut in Kontakt mit dem Pflanzensaft, kann es zu einer allergischen Reaktion mit Rötung und Juckreiz kommen.

Vorsicht ist jedoch bei Hauskatzen geboten: Diese vertragen Löwenzahn nicht, meiden ihn jedoch meist von selbst.

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