Einfache Hausmittel

Kühlschrank, Waschmaschine und Turnschuh: So können Sie schlechten Geruch neutralisieren

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Oliver Haas

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6.5.2022, 19:06 Uhr
Gegen miese Gerüche in der Wohnung und in Haushaltsgeräten helfen meist schon alltägliche Lebensmittel, die jeder zu Hause hat.

© Lino Mirgeler, dpa Gegen miese Gerüche in der Wohnung und in Haushaltsgeräten helfen meist schon alltägliche Lebensmittel, die jeder zu Hause hat.

Üble Gerüche in der Wohnung oder im Haus ziehen immer mal wieder in die Nase. Schlechte Luft in Innenräumen deutet jedoch nicht zwangsläufig auf mangelnde Sauberkeit hin, sondern hat ganz natürliche Ursachen, die mit der alltäglichen Nutzung von Haushaltsgegenständen zusammenhängen.

Zur Beseitigung schlechter Gerüche benötigen Sie in den meisten Fällen jedoch keine chemischen Putzmittel sondern können sich einfachster Mittel bedienen. Dadurch sparen Sie viel Geld und schonen die Umwelt.

Dicke Luft im Raum

Die Ursachen können vielfältig sein. Entweder es wird im Haus geraucht oder auch nur der kalte Dunst zieht vom Balkon zurück in die Wohnung. Aber auch alte Möbel oder Textiloberflächen geben oftmals eine fast schon nostalgische Duftnote ab.

Wenn regelmäßiges Lüften nicht mehr hilft, genügen häufig schon ein paar Tassen Filterkaffee. Nicht nur das aufgebrühte Kaffeepulver duftet herrlich, auch der Kaffeesatz hat seinen Nutzen.

Den Kaffeesatz einfach in ein paar Schälchen mit etwas heißem Wasser Mischen und im Raum verteilen. Gleiches geht auch mit Zitronenscheiben oder einem Schuss Essig. Vor allem letzteres entzieht auch aus den Vorhängen oder Polstermöbeln schlechte Gerüche.

Lang getragene Schuhe oder die Jogging-Treter sind meistens der Endgegner für feine Näschen und sorgen für miese Luft im Hausflur. Damit der Besuch nach dem Eintreten nicht gleich aus den Latschen fällt, hilft vor allem eins: Backpulver. Einfach reinstreuen, über Nacht einwirken lassen und wieder rausklopfen. Auch Katzenstreu bindet die Feuchtigkeit in den Schuhen vorzüglich und hat denselben Effekt.

Gegen Essensgeruch in der Küche nach dem Kochen hilft neben dem bewährten Kaffeesatz auch herkömmliches Speisesalz. Entweder in ein Schälchen geben und stehen lassen, oder auch in eine ausgepresste Zitronenhälfte geben. Selbst penetranter Knoblauchgeruch lässt sich dadurch neutralisieren.

Gerüche auf Oberflächen

Vor allem Polstermöbel saugen alle Gerüche auf und geben diese wieder ab. Wenn das Schälchen Essigwasser nicht mehr reicht, kann auch zu härteren Mitteln gegriffen werden.

Mit Rosenwasser lassen sich auch hartnäckige Gerüche aus Polstermöbeln entfernen. Wer den rosigen Duft jedoch nicht mag, kann auch wieder auf Backpulver oder auch Natron zurückgreifen. Das trockene Pulver einfach mit einem nassen Schwamm einreiben und über Nacht trocknen lassen. Am nächsten Tag absaugen und fertig.

Für feste Oberflächen, wie die Küchenarbeitsplatte, Mülleimer oder auch Schränke und Regale ist dann wieder das Wasser-Essig-Gemisch eine bewährte Lösung. Einfach im Verhältnis 1:1 mischen und mit einem nassen Lappen abreiben.

Kühlschrank, Waschmaschine und Co.

Egal ob reifer Käse aus Limburg oder das vergessene und demnach vergammelte Salatblatt im Gemüsefach. Kommt einem beim Öffnen des Kühlschranks eine steife Briese entgegen, hilft neben Ausräumen und Putzen vor allem eines: frisch gepresster Zitronensaft. Einfach einige Tage im Kühlschrank stehen lassen und auch der fieseste Fischgeruch ist bald passe. Einen ähnlichen Effekt hat aber auch ein Schälchen Mehl.

Die Zitronenschalen jedoch auf gar keinen Fall einfach wegwerfen. Diese können Sie ganz einfach in den Besteckkasten Ihrer Spülmaschine stecken. Statt dem verdampften Spülmaschinen-Salz kommt Ihnen beim Öffnen dann angenehmer Zitronenduft entgegen.

Ist die Waschmaschine kaputt, weil die Wäsche müffelt? In den meisten Fällen nicht. Über längere Zeit sammeln sich Bakterien und Keime aus der dreckigen Wäsche in der Maschine an, die für schlechten Duft sorgen. Auch im Flusensieb sammeln sich neben Staub auch Taschentuchreste und vor allem Haare. Wird dieser nicht regelmäßig geleert, schimmelt das alles feucht-fröhlich vor sich hin und gibt den Mief an die Wäsche weiter.

Ansonsten sollte mindestens einmal im Monat ein heißer Waschgang laufen. Im Idealfall Kochwäsche auf mindestens 60 Grad. Nach jedem Waschgang sollten Sie aber auch die Tür offen lassen und auch das Waschmittelfach einen Spalt öffnen, damit die feuchte Luft entweichen kann.

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