Hallenbad für Hilpoltstein: 25 Meter oder kleiner?

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Harald Rödel

Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung/Schwabacher Tagblatt

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7.5.2021, 19:30 Uhr
Wenn es nach CSU und FW geht, würde an der Hilpoltsteiner Grundschule ein Sportzentrum entstehen; mit einem Hallenbad inklusive einem 25-Meter-Becken. Ob dies der städtische Haushalt zulässt? Eher nicht oder man verschuldet sich gewaltig..

Wenn es nach CSU und FW geht, würde an der Hilpoltsteiner Grundschule ein Sportzentrum entstehen; mit einem Hallenbad inklusive einem 25-Meter-Becken. Ob dies der städtische Haushalt zulässt? Eher nicht oder man verschuldet sich gewaltig.. © Foto: Tobias Tschapka

Die Christsozialen und die Freien Wähler hatten Mitte April bei der Stadtverwaltung einen Antrag gestellt, mit dem Tenor, dass an der Grundschule ein 25-Meter-Becken gebaut werden soll. Neben dem Schul-, Vereins- und Gesundheitssport soll dieses Hallenbad auch der Öffentlichkeit zu regelmäßigen Zeiten zur Verfügung stehen. "Darüber hinaus sind die Planungen für die Errichtung weiterer Räume im Sportzentrum durch den TV Hilpoltstein zu berücksichtigen", heißt es in dem Schreiben. Der TV Hilpoltstein soll eng in die Planungen eingebunden werden.


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Als Begründung lieferten CSU und FW, dass die Stadt "ein adäquates Sportzentrum" brauche, das dem Schul-, Vereins- und Gesundheitssport dienen müsse, aber auch der Öffentlichkeit zugänglich sein sollte. Deshalb sei ein ausreichend dimensioniertes Lehrschwimmbecken wichtig. "Ein 25-Meter-Becken ermöglicht Parallelbetrieb und ist somit gegenüber den kürzeren Varianten im Vortei" geht es im Text weiter.

Der Schwimmunterricht an Grund-, Mittel- und Realschule sowie am Gymnasium stellten einen wichtigen Teil des Sportunterrichts dar. Vor allem für kleinere Kinder sei es wichtig, schon in jungen Jahren Schwimmen zu lernen. Auch Ausbildung und Training der Wasserwacht seien in einem größeren Schwimmbecken optimaler.

"Was können wir uns leisten?"

Bürgermeister Markus Mahl erklärte, dass ein größeres Becken als das 16 2/3-Meter anvisierte, eine "finanzielle Belastung" für die Stadt Hilpoltstein wäre. Man müsse immer differenzieren: "Was wollen wir und was können wir uns leisten?" Es seien nicht nur die Investitionskosten für den Neubau eines Hallenbades, die zu Buche schlagen würden, sondern auch die Folgekosten Wartung und Unterhalt, betonte der Rathaus-Chef. "Wir sind mittendrin in einer Vorentscheidung", zu der auch die Planung eines 25-Meter-Beckens gehöre.


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Der Bürgermeister geht davon aus, dass noch vor der Sommerpause eine endgültige Entscheidung fallen könnte. Vorausgesetzt, es liege ein Kostenvergleich vor – bis dato seien es nur Schätzungen – und man komme mit dem TV Hilpoltstein zwecks Kooperation von diversen Sporträumen überein. Zu den Kosten zähle schließlich auch der Abriss des alten Hallenbades und der Sporthalle. Bis dato weiß man nicht, ob der Bauschutt in irgendeiner Weise belastet sei und über Sondermüll entsorgt werden müsste, erklärte er gestern gegenüber unserer Zeitung.


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Auch SPD-Sprecher Benny Beringer ist die finanzielle Komponente sehr wichtig. Zudem wunderte er sich, dass man an der Grundschule ein Sportzentrum installieren wolle, zumal es entlang der Badstraße schon ein solches gebe. Er wertet ein 16 2/3-becken als guten Kompromiss.

Ulla Dietzel (CSU) meinte, dass sich eine Sportstadt und wachsende Gemeinde wohl ein größeres Becken leisten könne. Christoph Leikam von den Grünen sieht schlechtweg keine Notwendigkeit des Antrages und "warum wir hier und heute entscheiden sollen".

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