Stadtrat billigt Planung

Radverkehr in Hilpoltstein: Schutzstreifen und Ampel nach Bedarf

Foto: Eduard Weigert Datum: 23.11.16..Mitarbeiterportrait....Harry Rödel
Harald Rödel

Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung/Schwabacher Tagblatt

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27.7.2021, 11:04 Uhr
Die Ampel an der Kreuzung Drei-Eichen-Straße/Freystädter Straße und Johann-Friedrich-Straße könnten in absehbarer Zeit abgeschaltet werden.Vorausgesetzt, die Bedarfsampel bewährt sich.

Die Ampel an der Kreuzung Drei-Eichen-Straße/Freystädter Straße und Johann-Friedrich-Straße könnten in absehbarer Zeit abgeschaltet werden.Vorausgesetzt, die Bedarfsampel bewährt sich. © Heike Hahn, NN

Zu Punkt 1: Die Industriestraße soll in beiden Richtungen – vergleichbar mit dem Radweg in der Rother Straße – einen Schutzstreifen erhalten. Dieser Streifen reicht vom Ende des Gebiets „Am Kränzleinsberg“ bis zur Einmündung der Industriestraße auf den Altstadtring. Der vorhandene Geh- und Radweg, so Bürgermeister Markus Mahl, reiche für eine Umgestaltung nicht aus. Ziel: Zwei Pkw nebeneinander sollen fahren können; ein Lkw und ein Pkw gehen hingegen nicht mehr.

Schlechte Perspektiven sieht Planer Bendias an der Einmündung der Industriestraße auf den Altstadtring. Um hierfür eine fahrradfreundliche Lösung zu finden, müsste die Stadt diverse Grundstücke kaufen. Was aber an der Weigerung einiger Grundstücksbesitzer scheitere. Bei der Einmündung des Eisvogelwegs soll hier mit einem Pflaster gearbeitet werden, das sich deutlich vom üblichen Belag abhebt, um die „Aufmerksamkeit der Autofahrer gegenüber Radlern zu schärfen“.

Beim Abbiegen von der Industriestraße in die Hofstettener Hauptstraße profitieren die Radler davon, dass der Schwerlastverkehr an dieser Stelle nur in Schrittgeschwindigkeit fahren darf. In diesem Bereich soll ein veränderter Kurvenradius als „Bremse“ für Autofahrer dienen. Insofern steht den Radlern ein bisschen mehr Platz zur Verfügung. Alles in allem ist dieser Abzweig eine „komplexe Sache“, wie Planer Bendias betonte.

Ampel nach Bedarf

Weniger schwierig zu gestalten sei laut Bendias die Freystädter Straße, in der die bisherigen Geh- und Radwege ausreichen würden. Schwerpunkt in diesem Bereich sei die Umstellung der Ampeln an der Kreuzung Drei-Eichen-Straße von Normalbetrieb auf Bedarf. Diese Ampel, so Mahl, funktioniere wie die Bedarfsampel in der Allersberger Straße stadtauswärts auf Höhe des Schmidt-Cafés. Wenn Fußgänger oder Radfahrer auf den Knopf drücken, haben sie in kurzer Zeit Grün. Diese Regelung sei besonders wichtig für Awo-Angestellte und Mädchen und Buben, die diese Route zur Schule beziehungsweise zum Arbeitsplatz nutzen.

Diese Entscheidung bräuchte noch das Okay vom Staatlichen Bauamt Nürnberg. Die Behörde genehmigte einstweilen eine Testphase für eine Drückampel. Wenn es gut läuft, kann sie auch ganz abgeschaltet werden. Für die Fußgänger, so Bürgermeister Mahl, dürften bei der Überquerung der Freystädter Straße zur Johann-Friedrich-Straße oder zur Drei-Eichen-Straße zwei Zebrastreifen reichen. „In dieser Hinsicht müssen wir uns im Detail noch mit dem Staatlichen Bauamt abstimmen“, erklärte dazu Markus Mahl.

Hinsichtlich Schutzstreifen für die Freystädter Straße biss der Planer beim Staatlichen Bauamt Nürnberg auf Granit. Begründung: Die Geh- und Radwege in der Freystädter Straße können zum Schutz der Radler noch optimiert werden. „Die beiden Wege sind gut ausgebaut“, erklärte dazu Bürgermeister Mahl. Apropos Schutzstreifen. Auch wenn kein Radlerverkehr unterwegs ist, dürfen Autofahrer den Weg nicht überfahren, teilte Bürgermeister Mahl unserer Zeitung auf Nachfrage mit.

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