Dunkle Gänge, faszinierende Welt: Die Teufelshöhle in Pottenstein

15.2.2017, 06:00 Uhr
Die Teufelshöhle in Pottenstein ist ein Besuchermagnet: Jedes Jahr kommen rund 150.000 Besucher zwischen April und Oktober in die Fränkische Schweiz, um die Höhle zu besichtigen.
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Die Teufelshöhle in Pottenstein ist ein Besuchermagnet: Jedes Jahr kommen rund 150.000 Besucher zwischen April und Oktober in die Fränkische Schweiz, um die Höhle zu besichtigen. © Michael Müller

Im Frühjahr, wenn es draußen noch kalt ist, unterliegen viele Besucher einem Irrtum. "Die Leute sind immer ganz dick eingepackt, weil sie denken, sie müssten sich noch wärmer anziehen - dabei hat es in der Höhle im Sommer wie im Winter konstant etwa neun Grad", erklärt Karl-Josef Deinlein, Betriebsleiter der Teufelshöhle, schmunzelnd.
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Im Frühjahr, wenn es draußen noch kalt ist, unterliegen viele Besucher einem Irrtum. "Die Leute sind immer ganz dick eingepackt, weil sie denken, sie müssten sich noch wärmer anziehen - dabei hat es in der Höhle im Sommer wie im Winter konstant etwa neun Grad", erklärt Karl-Josef Deinlein, Betriebsleiter der Teufelshöhle, schmunzelnd. © Irene Lenk

In den Sommermonaten ist Hochsaison. Unzählige Besuchergruppen wandern durch die dunklen Gänge der Höhle und bestaunen die faszinierenden Tropfsteine.
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In den Sommermonaten ist Hochsaison. Unzählige Besuchergruppen wandern durch die dunklen Gänge der Höhle und bestaunen die faszinierenden Tropfsteine. © privat

Ungewöhnlich ist schon der Eingang. "Ein gewaltiges Felsportal, das 80 Meter tief in den Berg hineinragt, haben andere Höhlen nicht", erklärt Karl-Josef Deinlein, Betriebsleiter der Teufelshöhle.
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Ungewöhnlich ist schon der Eingang. "Ein gewaltiges Felsportal, das 80 Meter tief in den Berg hineinragt, haben andere Höhlen nicht", erklärt Karl-Josef Deinlein, Betriebsleiter der Teufelshöhle. © privat

Angst vor Dunkelheit oder engen Gängen sollten die Besucher nicht haben. "Manche kehren schon am Eingang um, weil sie merken, dass es nicht geht", meint Karl-Josef Deinlein.
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Angst vor Dunkelheit oder engen Gängen sollten die Besucher nicht haben. "Manche kehren schon am Eingang um, weil sie merken, dass es nicht geht", meint Karl-Josef Deinlein. © Lea-Verena Meingast

Rund 400 Stufen müssen Besucher bei einer Führung durch die Höhle zurücklegen.
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Rund 400 Stufen müssen Besucher bei einer Führung durch die Höhle zurücklegen. © Lea-Verena Meingast

Der erste große Raum, den Besucher in der Führung erreichen, ist der "Barbarossadom". Es ist der tiefste Punkt der Höhle: Von hier sind es 70 Meter bis zur Erdoberfläche.
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Der erste große Raum, den Besucher in der Führung erreichen, ist der "Barbarossadom". Es ist der tiefste Punkt der Höhle: Von hier sind es 70 Meter bis zur Erdoberfläche. © David Ebener/dpa

Die Tropfsteinformation "Kreuzigungsgruppe" in der Teufelshöhle wird in mystischen Farben angestrahlt.
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Die Tropfsteinformation "Kreuzigungsgruppe" in der Teufelshöhle wird in mystischen Farben angestrahlt. © David Ebener/dpa

Manchmal müssen die Besucher schmale Stellen passieren, wie hier. Insgesamt können 80 Menschen zeitgleich an einer Führung teilnehmen, weil in den großen Räumen der Höhle genug Platz ist, damit alle etwas sehen können.
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Manchmal müssen die Besucher schmale Stellen passieren, wie hier. Insgesamt können 80 Menschen zeitgleich an einer Führung teilnehmen, weil in den großen Räumen der Höhle genug Platz ist, damit alle etwas sehen können. © Lea-Verena Meingast

Der größte Raum ist der "Riesensaal", in dem sich einige große Tropfsteinformationen befinden.
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Der größte Raum ist der "Riesensaal", in dem sich einige große Tropfsteinformationen befinden. © Harald Sippel

13 Jahre dauert es, bis ein Millimeter Tropfstein entsteht. Durch feinste Risse dringt Regenwasser in den Fels ein, ...
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13 Jahre dauert es, bis ein Millimeter Tropfstein entsteht. Durch feinste Risse dringt Regenwasser in den Fels ein, ... © Lea-Verena Meingast

... löst Calcium und Kalk und baut diese Stoffe an anderer Stelle als Tropfstein wieder auf.
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... löst Calcium und Kalk und baut diese Stoffe an anderer Stelle als Tropfstein wieder auf. © Lea-Verena Meingast

Bis vor 30.000 Jahren haben Höhlenbären in der Region gelebt. Sie wurden bis zu drei Meter groß und waren ganze 400 Kilogramm schwer. Manche sind für den Winterschlaf in die Teufelshöhle gekommen und dort verendet. In der Höhle hat man Knochen von zirka 80 Bären gefunden.
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Bis vor 30.000 Jahren haben Höhlenbären in der Region gelebt. Sie wurden bis zu drei Meter groß und waren ganze 400 Kilogramm schwer. Manche sind für den Winterschlaf in die Teufelshöhle gekommen und dort verendet. In der Höhle hat man Knochen von zirka 80 Bären gefunden. © Lea-Verena Meingast

Sicherheit geht vor: Ein  Notstromaggregat würde eine Stunde lang Strom liefern, falls nach einem Sturm der Strom ausfallen würde.
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Sicherheit geht vor: Ein Notstromaggregat würde eine Stunde lang Strom liefern, falls nach einem Sturm der Strom ausfallen würde. © Lea-Verena Meingast

Ein Notruftelefon gibt es in einem Seitengang und auch Feuerlöscher stehen bereit, falls es zu einem Kabelbrand kommen sollte.
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Ein Notruftelefon gibt es in einem Seitengang und auch Feuerlöscher stehen bereit, falls es zu einem Kabelbrand kommen sollte. © Lea-Verena Meingast

Insgesamt sind acht Kilometer Kabel in der Höhle verlegt, schätzt der Betriebsleiter Karl-Josef Deinlein.
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Insgesamt sind acht Kilometer Kabel in der Höhle verlegt, schätzt der Betriebsleiter Karl-Josef Deinlein. © Lea-Verena Meingast

Auch ein Wasserschlauch schlängelt sich durch die dunklen Wege. "Wenn viele Besucher bei Matschwetter gekommen sind, spritzen wir die Gänge danach durch, sonst würde der Boden sehr glatt werden", erklärt Karl-Josef Deinlein.
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Auch ein Wasserschlauch schlängelt sich durch die dunklen Wege. "Wenn viele Besucher bei Matschwetter gekommen sind, spritzen wir die Gänge danach durch, sonst würde der Boden sehr glatt werden", erklärt Karl-Josef Deinlein. © Lea-Verena Meingast

Das unterirdische Gangsystem der Teufelshöhle ist rund drei Kilometer lang. Knapp die Hälfte davon ist für Besucher erschlossen.
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Das unterirdische Gangsystem der Teufelshöhle ist rund drei Kilometer lang. Knapp die Hälfte davon ist für Besucher erschlossen. © Tourismusbüro Pottenstein

Im Jahr 1922 wurden die ersten Gänge angelegt und kurz nach dieser ersten Teilerschließung strömten die ersten Besucher nach Pottenstein.
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Im Jahr 1922 wurden die ersten Gänge angelegt und kurz nach dieser ersten Teilerschließung strömten die ersten Besucher nach Pottenstein. © nn

Später wurden weitere Räume erschlossen und der Führungsweg umgebaut, der in dieser Form seit 1931 besteht.
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Später wurden weitere Räume erschlossen und der Führungsweg umgebaut, der in dieser Form seit 1931 besteht. © oh

Seit vergangenem Sommer reift ein 50-Liter-Faß mit Zwetschgenbrand in der Höhle. Bayerische Edelbrandsommeliers
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Seit vergangenem Sommer reift ein 50-Liter-Faß mit Zwetschgenbrand in der Höhle. Bayerische Edelbrandsommeliers ... © Berny Meyer

... hoffen, dass Höhe, Luftdruck, Temperatur und Luftfeuchte dem Zwetschgenbrand eine einzigartige Note verleihen.
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... hoffen, dass Höhe, Luftdruck, Temperatur und Luftfeuchte dem Zwetschgenbrand eine einzigartige Note verleihen. © Berny Meyer

Auch Konzerte finden in der Teufelshöhle statt - auf diesem Bild ist die Big Band der Berufsfachschule Sulzbach-Rosenberg. Seit 20 Jahren ...
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Auch Konzerte finden in der Teufelshöhle statt - auf diesem Bild ist die Big Band der Berufsfachschule Sulzbach-Rosenberg. Seit 20 Jahren ... © privat

... finden Kulturveranstaltungen in der Höhle statt. Kabarett oder Märchenabende in der mystischen Kulisse sind ebenfalls beliebt.
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... finden Kulturveranstaltungen in der Höhle statt. Kabarett oder Märchenabende in der mystischen Kulisse sind ebenfalls beliebt. © Thomas Weichert

Die Höhle ist auch Therapieort für Menschen mit Atemwegserkrankungen. Die hohe Luftfeuchtigkeit...
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Die Höhle ist auch Therapieort für Menschen mit Atemwegserkrankungen. Die hohe Luftfeuchtigkeit... © Ralf Münch

... ist ideal für die Heilstollentherapie. Hier besichtigt Klaus Holetschek, Vorsitzender des Bayerischen Heilbäderverbandes, die Höhle.
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... ist ideal für die Heilstollentherapie. Hier besichtigt Klaus Holetschek, Vorsitzender des Bayerischen Heilbäderverbandes, die Höhle. © Stefan Brand

Die Hundestaffel des ASB trainiert mit der Pottensteiner Bergwacht bei der Teufelshöhle in Pottenstein.
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Die Hundestaffel des ASB trainiert mit der Pottensteiner Bergwacht bei der Teufelshöhle in Pottenstein. © Ralf Münch

Rund 20 Fledermäuse halten aktuell noch ihren Winterschlaf in der Höhle - bis im April wieder die Besucher herbeiströmen.
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Rund 20 Fledermäuse halten aktuell noch ihren Winterschlaf in der Höhle - bis im April wieder die Besucher herbeiströmen. © Eva Böhm

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