Energie in den Ortschaften 

Spatenstich: Endlich Nahwärme für Osterdorf

31.7.2021, 06:50 Uhr
Auf dem Foto (von links): Marco Kleemann (Fa. Fiber network) – Projektleitung David Schmoll & Karina Schröder sowie Vertriebsleiter Christoph Bachmann (Fa. Enerpipe) – Bauleiter René sowie Geschäftsführer Stefan Wagner (Fa. Wagner) – Rainer Dengler (Fa. Dengler) – Florian Gallus (Bürgermeister Stadt Pappenheim) – Walter Otters, Markus Obernöder, Harald Schwill Richard Boscher sowie Thorsten Hüttinger (Osterdorfer Energiegenossenschaft).

Auf dem Foto (von links): Marco Kleemann (Fa. Fiber network) – Projektleitung David Schmoll & Karina Schröder sowie Vertriebsleiter Christoph Bachmann (Fa. Enerpipe) – Bauleiter René sowie Geschäftsführer Stefan Wagner (Fa. Wagner) – Rainer Dengler (Fa. Dengler) – Florian Gallus (Bürgermeister Stadt Pappenheim) – Walter Otters, Markus Obernöder, Harald Schwill Richard Boscher sowie Thorsten Hüttinger (Osterdorfer Energiegenossenschaft). © Foto: Thorsten Hüttinger

Zuvor waren anterhalb Jahre der Planung und Konzeptionierung notwendig gewesen, bis die Genossenschaft gegründet war, alle Genehmigungen gestattet und diverse Förderanträge gestellt und bewilligt wurden. Zur Unterstützung beauftragte man das Hilpoltsteiner Unternehmen Enerpipe, das im Segment der Nah- und Fernwärmenetze spezialisiert ist und sämtliche notwendige Komponenten im Portfolio führt.

Nunmehr geht es an das circa drei Kilometer lange Streckennetz, in dem die Wärmeleitung sowie ein Glasfaserkabel für die Steuerung der Übergabetechnik verlegt werden. Insgesamt werden aktuell 50 Häuser, also gut die Hälfte der Osterdorfer Anwesen, angebunden und zukünftig mit zentraler Wärme versorgt. Für das in Planung stehende Neubaugebiet sowie mögliche weitere Anwesen sind begrenzte Reserven berücksichtigt.

Als Heizbrennstoff kommen Hackschnitzel zum Einsatz, die sowohl aus heimischen Wäldern von der örtlichen Waldgenossenschaft sowie von ortsnahen Lieferanten beschafft werden.

Für den Leitungsbau erhielt die Firma Wagner Bau aus Weißenburg den Zuschlag, die Leitungen verlegt die Fachfirma Rainer Dengler aus dem Nachbarort Neudorf.

Die für das Glasfasernetz benötigten Leerrohre und Kabel bezieht die Osterdorfer Energiegenossenschaft (OEG) von der Firma Fiber network aus Pfofeld.

Großes Fest zum Spatenstich

Zum Spatenstich fanden sich die jeweiligen Unternehmer und Verantwortlichen in Osterdorf ein, um zusammen mit den Vorstand- und Aufsichtsratsmitgliedern der OEG sowie Pappenheims Bürgermeister Florian Gallus diesen wichtigen Schritt zu gehen.

Nach einer Begrüßung und Ansprache vom stellvertretenden Vorstand Thorsten Hüttinger fand Bürgermeister Gallus positive Worte über das 1,4 Millionen Euro teure Großprojekt für das Pappenheimer Grafendorf und lobte den Austausch und die Zusammenarbeit sowohl mit ihm wie seiner Stadtverwaltung, die nötig waren, weil für gewisse Streckenabschnitte kommunale Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten mit durchgeführt werden und beispielsweise Straßenlaternen und Gehwegoberflächen erneuert werden.

Pappenheims zweiter Bürgermeister und Aufsichtsratsmitglied der OEG, Walter Otters, informierte die Anwesenden über den geplanten Breitband-Vollausbau. Im Rahmen der Gigabit-Förderung sollen in Pappenheim und seinen Ortsteilen ein Glasfasernetz aufgebaut werden, um auch das Leben und Arbeiten auf dem Land zukunftsträchtig aufzustellen und attraktiv zu machen.

Großes Kompliment

Christoph Bachmann, Verkaufs- und Vertriebsleiter von Enerpipe, sprach als letzter Redner den Osterdorfern ein großes Kompliment aus, denn zum einen waren die Planungsarbeiten und Informationsveranstaltungen aufgrund von Corona nicht wie gewohnt mit Präsenzterminen versehen, sondern es musste viel mit Videoübertragungen gelöst und die Anschlusswilligen über viele Einzelgespräche aufgeklärt werden. Er habe es nach eigenen Angaben noch nie erlebt, dass bei einer Genossenschaftsgründung (diese fand in Osterdorf im Oktober 2020 statt) tatsächlich 100 Prozent der Anwesenden dem neuen Unternehmen sofort beigetreten sind.

Lagerhalle ist geplant

Die Planungen der Bauabläufe sehen nun vor, das Leitungsnetz bis Oktober/November zum Abschluss zu bringen. Gleichzeitig soll ab Ende September das Heizhaus samt Lagerhalle gebaut werden, so dass spätestens Anfang 2022 die ersten Häuser mit Wärme aus der gemeinschaftlichen Biomasseanlage versorgt werden können.

Auf eine hoffentlich unfallfreie Projektdurchführung sowie eine zeitnahe Inbetriebnahme dieser zukunftsträchtigen wie regionalen Wärmeversorgung freut sich nun die Osterdorfer Energiegenossenschaft samt seiner Mitglieder.

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