Treuchtlinger Neujahrswünsche: Das wünschen sich Christkind, Polizeichef und Co. für 2021

30.12.2020, 16:14 Uhr
Das Treuchtlinger Christkind blickt voller Hoffnung ins neue Jahr, sehnt sich aber auch nach einer Rückkehr zur Normalität. Dazu gehört für Elena Avgoustis die Wiederaufnahme von Kulturveranstaltungen, die sie im obigen Bild symbolisch als Bühne dargestellt hat. Ein Beispiel ist für sie das Volksfest als Ort der geteilten Freude und Treffpunkt für Groß und Klein. Insbesondere Alleinstehende vermissen in dieser Zeit soziale Kontakte, glaubt sie. Aus dem Jahr 2020 nimmt Elena die Erkenntnis mit, dass es in der Gesellschaft mehr Akzeptanz und Respekt braucht: für die geltenden Regeln, aber auch gegenüber Meinungen, die von der eigenen abweichen.
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Dass gemeinsame Feste wieder möglich sind

© Foto: Lidia Piechulek

Optimismus, das ist ein Vorsatz für das Jahr 2021, den Treuchtlingens neue Bürgermeisterin Kristina Becker (CSU) für sich selbst gefasst hat. Aufgrund des weitgehenden Stillstands im öffentlichen Leben hat sie 2020 Zeit gehabt, innerhalb der vielen Projekte, die der Stadt guttun würden, Prioritäten für das neue Jahr zu setzen – eine wichtige Aufgabe bei der angespannten Haushaltslage. Dass es nun einen Corona-Impfstoff gibt, lässt die studierte Ärztin mit Zuversicht auf 2021 blicken. Sie hofft, dass das den Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls gelingt und sie über die Feiertage in der Gemeinschaft Kraft tanken konnten und können. „Die hohen Fallzahlen sind auch ein Phänomen des Winters“, betont Becker. Indessen habe das Coronavirus in der Gesellschaft den kritischen Blick geschärft. Nun würden Debatten über die Arbeitsbedingungen und Löhne des Personals in Krankenhäusern oder die teils unzumutbaren Zustände in der Pflege vehement geführt. Sie hofft, dass dadurch 2021 eine Art Aufbruchstimmung aufkommt: „Das ist eine Chance, um etwas zu verbessern“, findet die Bürgermeisterin.
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Mehr Zuversicht - statt Wut und Ängsten

© Foto: Lidia Piechulek

Polizisten verkörpern den Staat. Das haben die Beamten der Polizeiinspektion Treuchtlingen im Jahr 2020 zu spüren bekommen. Die Menschen ließen ihren Frust über die Infektionsschutzmaßnahmen häufig an den Beamten aus. Der Wunsch von Polizeichef Dieter Meyer für 2021 ist daher, „dass der Polizist als ganz normaler Mensch gesehen wird“ – und man ihm mit Respekt begegnet.
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Mehr Anerkennung für Polizeibeamte

© Foto: Lidia Piechulek

Beziehungspflege wird groß geschrieben bei der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) in Treuchtlingen. Gemeinschaftspastor Stefan Greiner hat in diesem Jahr gespürt, dass es vielen Gemeindemitgliedern fehlt, sich mal in den Arm nehmen zu können. „Auch und gerade Menschen, die viel allein sind, aber auch die Teenies und Jugendlichen brauchen soziale Nähe“, weiß er und hofft daher, dass seine Gemeindearbeit bald wieder ohne Auflagen möglich ist. Nach dem ersten Lockdown war die Resonanz jedenfalls riesig: Die einfachsten Spiele „haben bei den Teenies große Euphorie ausgelöst“.
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Dass Jugendarbeit weder möglich ist

© Foto: Lidia Piechulek

Die Leiterin der Senefelder-Schule, Gabriele Gippner, war im Jahr 2020 von ihren Schülern beeindruckt. Allesamt hätten die Maßnahmen akzeptiert und damit großes Verantwortungsbewusstsein bewiesen. Im Laufe der Monate hätten Schüler und Lehrer eine gewisse Ausdauer und Frustrationstoleranz aufgebaut. „Ob wir in Präsenz- oder im Distanzunterricht lernen, schien am Ende gar nicht mehr so wichtig.“ Trotzdem wünscht sich Gippner, dass „bis zum Ende des Schuljahrs Normalität einkehrt und gleichzeitig die Solidarität untereinander erhalten bleibt“.
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Einen normalen Schulalltag

© Foto: Lidia Piechulek

Als Vorsitzende des Treuchtlinger Gewerbevereins wünscht sich Tina Kühleis ein Jahr, in dem es für den Einzelhandel merklich besser läuft. Damit es so wird, müssen die Geschäftsleute allerdings selbst aktiv werden. Denn die Corona-Pandemie hat die Beliebtheit des Online-Handels noch verstärkt. Amazon und Co. konnten ihre Vorzüge ausspielen, und eben das müssen nun die Inhaber der Läden tun: einen herausragenden Service bieten, Schaufenster und Auslagen attraktiver gestalten, den Online-Auftritt verbessern und Waren zum Kunden bringen – kurzum: die Vorzüge nach außen kehren. So könnte man Anreize schaffen, die höhere Preise rechtfertigen, findet Kühleis.
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Mehr Umsatz im Einzelhandel

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