24 Corona-Fälle in bayerischem Heim: Positiv trotz Impfung?

2.2.2021, 17:00 Uhr

Die Impfung galt als das Licht am Ende des Tunnels, ein Fall aus Garmisch-Partenkirchen sorgt nun aber für Schlagzeilen: In einem dortigen Heim kam es zu 24 Corona-Positivfällen – obwohl einige der betroffenen Mitarbeiter und Bewohner bereits die zweite Impfdosis erhalten hatten. Ein besorgniserregendes Phänomen, das bei Weitem nicht neu ist: Zu Jahresbeginn wurden laut Münchner Merkur im Landkreis Kronach entsprechende Fälle registriert, zuletzt auch im Raum Fürstenfeldbruck.

"Wir sind ein bisschen ratlos", erklärte Georg Borngässer, Pressesprecher bei der Rummelsberger Diakonie, die das betroffene Heim betreibt, gegenüber dem Merkur, ehe er klarstellte: "Wir haben auch nach der Impfung keinerlei Lockerungen vorgenommen, wir halten uns strikt an die Vorgaben." 24 Fälle gab es dennoch zu verzeichnen: zwölf Mitarbeiter und zwölf Bewohner.

Glücklicherweise verlaufe die Krankheiten bei allen bisher mild und nur mit schwachen Symptomen. Keiner der Infizierten müsse laut Borngässer im Klinikum stationär behandelt werden. Die Bewohner befinden sich isoliert auf ihren Zimmern.


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Bedenklich ist das Phänomen allemal: Warum können bereits Geimpfte positiv sein? Das Robert Koch-Institut betont auf seiner Homepage, dass der Schutz durch die Impfung sich erst nach einer Frist von bis zu zwei Wochen einstelle. Ob und wie stark infektiös Positivfälle bei Geimpften sein könnten, soll demnach im Rahmen diverser Studien noch ermittelt werden.