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Ab Dienstag: Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Bayern

Tarifbeschäftigte fordern mindestens 200 Euro mehr pro Monat - 12.02.2019 10:01 Uhr

Zahlreiche Beschäftigte des öffentlichen Dienstes legen in den nächsten Tagen ihre Arbeit nieder. © Armin Weigel, dpa


Nach einem Warnstreik-Aufruf der Gewerkschaft Verdi haben am Dienstagmorgen erste Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in Rosenheim die Arbeit niedergelegt. Etwa 120 Beschäftigte im Straßenbau, in Flussmeisterstellen und Bauämtern hätten sich beteiligt, sagte Robert Metzger von Verdi Rosenheim. Ihm zufolge sollte die Aktion aber keine Auswirkungen auf den Verkehr haben. "Nicht alle Kolleginnen und Kollegen beteiligen sich. Genug Arbeiter werden heute im Einsatz sein, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Der Winterdienst wird weiterhin gewährleistet, sodass Leib und Leben der Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden", sagte Metzger.

Laut Verdi werden am Dienstag die Autobahn- und Straßenmeistereien in Rosenheim, Ampfing, Hausham, Siegsdorf, Holzkirchen und Freilassing sowie die Staatlichen Bauämter in Traunstein und Rosenheim bis Mitternacht bestreikt. Von Mittwoch an sollen ganztägige Warnstreiks in Würzburg und in der Oberpfalz folgen. In Würzburg sei auch die Uniklinik betroffen, und es sei eine Demonstration mit anschließender Kundgebung geplant, teilte Verdi mit. Am Donnerstag soll es auch in München Warnstreiks geben.

Verdi fordert für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr. Pflegebeschäftigte sollen zusätzlich 300 Euro mehr erhalten.

In Bayern betrifft der Tarifvertrag rund 100.000 Beschäftigte. Die dritte Verhandlungsrunde für alle Länder außer Hessen beginnt am 28. Februar in Potsdam. Die Länder haben die Forderungen von Verdi als überzogen zurückgewiesen. Ein Angebot haben sie noch nicht vorgelegt. Der Beamtenbund fordert, das Tarifergebnis auf die Beamten zu übertragen. 

dpa

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