Das sagen Ärzte zu dem Fehler

Abgelaufener Corona-Impfstoff in Bayern verabreicht: 551 Menschen betroffen

Eva Orttenburger
Eva Orttenburger

Online-Redaktion

E-Mail zur Autorenseite

14.1.2022, 12:41 Uhr
Ein junger Mann wird mit einer Booster-Dosis des Impfstoffs von Moderna geimpft.

Ein junger Mann wird mit einer Booster-Dosis des Impfstoffs von Moderna geimpft. © Jörg Carstensen/dpa

Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung schreibt, handelt es sich dabei um Impfungen, die im Zeitraum von 2. bis 11. Januar 2022 mit dem Vakzin von Moderna durchgeführt wurden. Bei einer routinemäßigen Kontrolle stellte das Team des BRK fest, dass bei 50 Fläschchen aufgrund eines Übertragungsfehlers statt des 31.12.21 versehentlich der 11.1.22 als Ablaufdatum angegeben war.

Den abgelaufenen Impfstoff erhielten insgesamt 551 Personen. Alle Betroffenen sind laut Mitteilung über 30 Jahre alt, darunter drei Erst-, 25 Zweit- und 523 Drittimpfungen. "Gesundheitliche Schäden werden durch den abgelaufenen Impfstoff nicht verursacht", betont Dr. Richard Aulehner, ärztlicher Leiter des Impfzentrums. Zudem würden die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass auch die Wirksamkeit darunter nicht leide. Das bestätigt ebenso Dr. Bernhard Junge-Hülsing, ärztlicher Koordinator der Haus- und Fachärzte im Landkreis Starnberg: "Keiner der Geimpften braucht sich daher Sorgen zu machen."

Das BRK ist gerade dabei, alle Betroffenen zu informieren und über den Fehler aufzuklären. Für Fragen wurde außerdem eine Hotline unter der Telefonnummer 08151-2602-2604 eingerichtet. Zur Überprüfung der Impfwirkung bietet das BRK zwei bis drei Wochen nach der Zweit- oder Drittimpfung beziehungsweise fünf bis sechs Wochen nach der Erstimpfung einen kostenlosen Bluttest zur Antikörperbildung an. Bei Bedarf ist auch eine Nachimpfung möglich.

Unsicherheit bei Impfwilligen

Das Impfzentrum entschuldigt sich für den Fehler, besonders weil dadurch vorübergehend Unsicherheit bei den Betroffenen und anderen Impfwilligen entstanden ist. Laut Landratsamt wurden nun zusätzliche Sicherheitsmechanismen eingebaut, die einen solchen Fehler in Zukunft verhindern sollen.