Sonntag, 08.12.2019

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Airbus startet in Donauwörth Testflüge mit neuem Lufttaxi

Prototypen gewinnen nun an Höhe - "Die Zukunft nimmt Gestalt an" - 03.12.2019 14:13 Uhr

Airbus will im kommenden Jahr das erste Modell eines Lufttaxis bei Testflügen auf die Probe stellen. © Armin Weigel/dpa/Archivbild


"Ich bin glücklich darüber zu sehen, welche Fortschritte unser CityAirbus-Team mit dem Testprogramm in Donauwörth macht", so Even weiter. Dabei handelte es sich allerdings um ein überschaubares Abheben, den das unbemannte und rund 2,2 Tonnen schwere Fluggerät mit seinen vier, von Elektromotoren angetriebenen Rotorenringen auf dem Flugfeld in Donauwörth absolviert hat.

Über die Kufen gespannte Stahlseile stellten dabei sicher, dass es nicht in allzu große Höhe über den Boden ging. Im März war das noch anders. Damals präsentierte Airbus das Flugtaxi mit einigem Getöse auf dem Marktplatz von Ingolstadt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und seine CSU-Parteikollegin, Digital-Staatsministerin Dorothee Bär, drückten symbolträchtig einen roten Knopf, um eine neue Ära in der Mobilität zu starten und ernteten dafür einigen Spott unter den vielen Zuschauern, die sich ein wenig mehr erwartet hatten.

Praxistests bereits durchgeführt

Denn die Propeller begannen daraufhin nicht zu surren. Stattdessen stieg nur ein wenig Kunstnebel auf. Doch das ist vorbei, in den vergangenen Monaten wurden laut Airbus bereits einige Praxistests durchgeführt. Das Modell könnte nach Unternehmensangaben bis 2025 in Deutschland kommerziell einsetzbar sein. Zumindest, wenn bis dahin die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen sind. Dabei ist Airbus nicht das einzige Unternehmen, das an Flugtaxis arbeitet. Zusammen mit Boeing will auch der Sportwagenbauer Porsche langfristig in das Geschäft mit den Elektro-Fluggeräten einsteigen. Boeing ließ bereits im Januar einen Prototypen in die Lüfte steigen.

Das Jungunternehmen Volocopter aus Bruchsal, in das auch Daimler und Intel investieren, strebt die kommerzielle Zulassung bereits für 2021 an und kooperiert auch mit dem Betreiber des Frankfurter Flughafens Fraport. Im September schwebte der zweisitzige Mini-Hubschrauber mit 18 Rotoren bereits ein paar Minuten zwischen den Hochhäusern von Dubai. Auch der Elektro-Jet des Münchner Jungunternehmens Lilium, das 2015 von vier Studenten gegründet wurde, soll bis 2025 in die Lüfte steigen und hat in Test bereits gezeigt, dass mit den 36 schwenkbaren Motoren Senkrechtstart, Schwebe- und Vorwärtsflug möglich sind. In den USA will beispielsweise der Fahrdienstleister Uber bis 2023 Flugtaxis in Großstädten wie Los Angeles einsetzen. Weltweit arbeiten derzeit geschätzt zwischen 100 und 200 Unternehmen an den Fluggeräten.

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