Besonderes Projekt

Allmächd! So geht es mit der Fränkischen Bibel weiter

24.12.2021, 13:05 Uhr
2023 soll die Bibel auf Fränkisch erscheinen.

2023 soll die Bibel auf Fränkisch erscheinen. © Jan Woitas, dpa

Ein Gesangbuch auf Fränkisch gibt es schon, bald soll die Bibel folgen: Das Projekt von Pfarrer Claus Ebeling aus Lichtenau (Kreis Ansbach) kommt voran. Fast 90 begeisterte Fränkinnen und Franken hatten sich auf seinen Aufruf gemeldet und heuer Texte in Dialekt übersetzt. Inzwischen ist etwa die Hälfte der Textabschnitte eingegangen. Diese müssen nun gegengelesen und korrigiert werden. Ende 2023 soll die Bibel auf Fränkisch erscheinen.

Seit 25 Jahren engagiert sich Ebeling im Arbeitskreis Mundart der evangelischen Kirche in Bayern, der sich für Gottesdienste und biblische Texte in Dialekt einsetzt. Das "Fränggischn Psalder", ein fränkisches Gesangbuch, hat er bereits herausgebracht. Die Bibel ist natürlich viel umfangreicher, wobei Ebeling für das Alte Testament schon eine Auswahl getroffen hat. Trotzdem gilt es immer noch rund 480 Textabschnitte zu übersetzen.

Dass diese von ganz unterschiedlichen Autorinnen und Autoren stammten, werde sich bemerkbar machen, erläutert Ebeling. Denn von Dorf zu Dorf spreche man ein anderes Fränkisch, und auch über die Generationen verändere sich die Mundart. Das Alter der vielen Freiwilligen reicht seinen Angaben nach von Mitte 30 bis Mitte 80.

Wenn im kommenden Jahr alle Texte vorliegen, können Ebeling und sein Team mit dem Layout beginnen. Illustriert werden soll die fränkische Bibel mit Fotografien von biblischen Motiven, aufgenommen in Kirchen in Franken. Diese müssen dann den einzelnen Texten zugeordnet werden.​​​​​​​

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