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Altdorf bekommt eigenen Facebookaccount

Im Mittelpunkt stehen Mitteilung und Austausch mit den Bürgern - 08.10.2020 13:18 Uhr

Susanne Voss hat den Facebook-Auftritt der Stadt zusammen mit einer Agentur professionell vorbereitet. Als Bürgermeister Martin Tabor den Online-Termin auf seiner eigenen Seite ankündigte, gab es innerhalb kürzester Zeit 180 Likes.

© Alex Blinten


Mit der Ankündigung, Altdorf auf Facebook zu bringen, hat die Stadt offenbar einen Nerv getroffen. In der Öffentlichkeit wird der Schritt jedenfalls begrüßt und regelrecht gefeiert. Bürgermeister Martin Tabor hat auf seinem Facebook-Account 180 Likes dafür bekommen, dass er auf die neue Facebook-Seite der Stadt aufmerksam macht. Am Montag, 12. Oktober, soll sie online gehen, nachdem Susanne Voss, bei der Stadt verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit, das Projekt zusammen mit einer Nürnberger Agentur über Wochen vorbereitet hat.

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"Viel ausprobieren"

"Wir werden ganz viel ausprobieren, dabei aber immer die Informationen in den Vordergrund stellen", sagt Tabor im Gespräch mit dem Boten. Was läuft wo? Wo sind Straßen gesperrt? Wann ist das Rathaus geschlossen? Oder wann macht das Kulturzentrum auf? Täglich gibt es zahlreiche Infos, die sich die Bürger direkt von der Facebook-Seite abholen können. Sie können dann auch Kommentare dazu schreiben. Susanne Voss, als Administratorin der Seite, und ihrem Chef ist es wichtig, dass sich Altdorfer auch zu Angelegenheiten der Stadt äußern können. Und nicht nur das. Tabor betont, dass aus der Bevölkerung sicher auch gute Ideen per Facebook-Kommentar transportiert werden können.

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Auch eine Plattform für Diskussionen

Ein Beispiel: Über den Marktplatz in Altdorf, seine Befahrbarkeit, die Verträglichkeit von Pkw-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr und über Parkplätze ist viel diskutiert worden und wird weiterhin diskutiert. Für den Bürgermeister wäre auch die Facebookseite der Stadt eine Plattform für eine Diskussion zum Thema Marktplatz.
Damit traut sich die Stadt was. Die Kommentare müssen unter Umständen moderiert werden, manchmal muss die Administratorin eingreifen. Wieviel Arbeit hier auf Susanne Voss zukommt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. In Feucht ist man da deutlich skeptischer, hier befürchten die Verantwortlichen im Rathaus, dass die Facebookseite der Marktgemeinde viel Arbeit macht. Deshalb wird hier die Kommentarfunktion abgeschaltet, Facebook soll für Feucht ein reines Informationsinstrument sein.

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Wunsch nach Mitteilung und Austausch

In Altdorf dagegen hat man durchaus neben dem Informationsbedürfnis der Bürger auch deren Wunsch nach Mitteilung und Austausch im Blick. Und genau das macht eine Facebookseite ja lebendig und interessant, sagt Susanne Voss.
Den Stadtblick macht die Pressesprecherin der Stadt jetzt seit zehn Jahren. Facebook soll nun eine Ergänzung sein.
Die Gruppe der 30- bis 50-Jährigen ist auf dem sozialen Kanal aktiv und informiert sich hier. Weil jüngere Leute zwischenzeitlich Instagram Facebook vorziehen, haben sich die Altdorfer die Möglichkeit offen gelassen, den Facebook-Auftritt auch auf Instagram zu erweitern.

Alex Blinten

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