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Die Qual vor der Wahl

Die Bunte Liste (Schwarzenbruck) und Die Partei (Altdorf) sammeln Unterschriften - 17.01.2020 10:10 Uhr

Spannend: Wird die Anzahl der Unterschriften reichen für die Neulinge, die sich am 15. März zur Wahl stellen wollen? In Altdorf versucht sich die Satirepartei Die Partei.

© Alex Blinten


Jede Wahl hat Überraschungen auf Lager, sicher auch die Kommunalwahl am 15. März. Das sollte aber nur die Ergebnisse bei der Auszählung betreffen. Ein wildes Durcheinander bei den Gruppierungen und Parteien, die um die Gunst der Wähler werben, ist weder erwünscht noch demokratisch, daher ist gesetzlich genau festgelegt, wer wann unter welchen Bedingungen antreten darf. So genannte privilegierte Parteien, zu denen CSU, Grüne, Freie Wähler, AfD, SPD, FDP und Linke gehören, müssen nicht erst die Hürde nötiger Unterstützerunterschriften nehmen, wenn sie zum ersten Mal antreten. Alle anderen Parteien und Wählergruppen müssen je nach Größe der Kommune eine bestimmte Anzahl von Unterstützer-Autogrammen nachweisen, bevor sie ihre Liste einreichen dürfen.

Im Verbreitungsgebiet des Boten sammeln derzeit die Bunte Liste (Schwarzenbruck) und die Partei Die Partei (Altdorf) Befürworter ihrer Kandidatur.

Bürgerdemokratie im Vordergrund

Auch für die Kreistagswahl stehen zwei Parteien in den Startlöchern, die bisher noch nicht angetreten sind: Für ÖDP und die Franken werden daher in allen Kommunen des Landkreises Unterschriften gesammelt, jeweils 430 Stimmen brauchen sie im gesamten Nürnberger Land. Zum gestrigen Zeitpunkt hatten sich für die Franken insgesamt 37 Unterstützer eingetragen, für die ÖDP gab es im ganzen Nürnberger Land bis Donnerstag 91 Autogramme.

Seit 2014 im Kreistag

Die Bunte Liste, die bereits seit 2014 im Kreistag vertreten ist und auch drei Vertreter im Marktgemeinderat in Schnaittach sitzen hat, hat sich Bürgerdemokratie und Offenheit auf die Fahnen geschrieben. Erhalten die Bunten in Schwarzenbruck alle nötigen 120 Unterstützerstimmen, wird mehr als die Hälfte der Kandidaten auf der Liste aus dem Verein Laissez Faire stammen, der aus einem Grundstück am Alten Kanal eine autarke Kultur- und Begegnungsstätte machen will. Den potenziellen Kandidaten ist es mit unkonventioneller Gestaltung und Veränderung in der Gemeinde und Politik, so wie sie sie verstehen, durchaus ernst.

Wohnwagensiedlung für Altdorf

Dies würden auch die Mitglieder der Partei Die Partei in Altdorf von sich behaupten. Der Altdorfer Ortsverein hatte sich erst im Dezember 2019 gegründet. Zum Wahlprogramm der Satirepartei gehört unter anderem eine Wohnwagensiedlung in Altdorf Nord, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, oder das Schwarzachtal aufzustauen, um einen Sicheren Hafen für Altdorf zur Verfügung zu stellen. Bisheriges Feedback bei den Eintragungen in der Wallensteinstadt: Zur Mitte der Woche waren es von den nötigen 180 Unterstützerstimmen 31. Wenn es noch etwas werden soll mit dem geforderten Wiederaufbau des Graffiti im Sinne der Kulturförderung muss man bis zum Ende der Eintragungsfrist am 3. Februar noch einen Zahn zulegen. In Schwarzenbruck sieht es ähnlich aus, dort hatte man am Mittwoch neun Unterschriften, die eine Teilnahme der Bunten Liste an den Kommunalwahlen befürworten, 120 müssten es am Ende sein.

Gisa Spandler

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