Digitalisierung

Digitale Kompetenz als Schlüsselqualifikation

17.5.2021, 15:32 Uhr
Die Protagonisten von Mader (v.l.): Werner Landhäußer, Helen Landhäußer, Marina Griesinger, Ulrike Böhm und Stefanie Kästle.

Die Protagonisten von Mader (v.l.): Werner Landhäußer, Helen Landhäußer, Marina Griesinger, Ulrike Böhm und Stefanie Kästle. © privat

Der Freistaat Bayern hat mit der Gründung des ersten Digitalministeriums in Deutschland eine bedeutende Wegmarke gesetzt. Dieser "Think Tank" widmet sich dem gesamten Spektrum aktueller Debatten: Wie können wir ökologisch und sozial verantwortlich wirtschaften? Welche Rolle kann und soll die Digitalisierung dabei spielen? Welche Zukunftstechnologien werden entscheidend sein? Wie können Arbeitskräfte nachhaltig darauf vorbereitet werden? Wie kann es gelingen, mehr junge Frauen für digitale Berufsfelder zu begeistern und "Diversity" und Digitales miteinander zu verbinden?

Nun liegt die zweite Auflage des Buches "CSR und Digitalisierung. Der digitale Wandel als Chance und Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft" vor, das die Burgthannerin Dr. Alexandra Hildebrandt herausgegeben hat, die Initiatorin der über die Region hinaus bekannten Burgthanner Dialoge. CSR steht für Corporate Social Responsibility und beschreibt unternehmerische Gesellschaftsverantwortung.

Digitale Kompetenz als Schlüssel

Die nun vorliegende zweite Auflage erbringt den Nachweis, dass die digitale Kompetenz künftig eine Schlüsselqualifikation für Arbeit und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben sein wird und zeigt, welche aktuellen Maßnahmen und Methoden zur nachhaltigen Steuerung der digitalen Transformation die besten Unternehmen und Organisationen einsetzen. Aber auch, dass es heute neue Denkstile sowie neue Formen interdisziplinärer Zusammenarbeit braucht.

Digitalisierung muss weder gefürchtet noch verehrt werden, denn es geht vor allem darum, ihre Rolle zu verstehen, um sie nachhaltig zu gestalten." Mit dem Thema CSR und Digitalisierung gelingt diesem Band die Zusammenführung zweier Jahrhundertthemen, die die wichtigsten Fragen unserer Zeit bündeln: Wie können wir sozial verantwortlich wirtschaften und welche Rolle kann und soll die Digitalisierung dabei spielen?", schreibt Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin für Digitales, in ihrem Vorwort.

Die Themen sind in der jetzigen Pandemie aktueller denn je. Denn auch Unternehmen spüren einen steigenden Druck, ihr Handeln, ihre Geschäftsmodelle und ihre Strukturen nachhaltig aufzustellen. Gleichzeitig sehen sie sich den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung gegenüber.

Der Mittelstand muss sich verändern

Die Digitalisierung fordert vor allem von mittelständischen Unternehmen die Fähigkeit zu grundlegenden Veränderungen. Gleichzeitig sind gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als wichtige Impulsgeber für Innovationen im Umweltsektor ein Teil der Lösung der aktuellen und künftigen Herausforderungen. Dabei sind drei Faktoren entscheidend: der komplette Fokus auf den Kundenerfolg, die Entwicklung von innovativen Lösungen und agiles Handeln.

Wie ein mittelständisches Unternehmen mit den bestehenden Herausforderungen umgeht, beschreiben mehrere Beiträge von Mitarbeitenden des mittelständischen Druckluft- und Pneumatikspezialisten Mader, die einen Einblick in die praktische Umsetzung von "nachhaltiger Digitalisierung" geben. Werner Landhäußer, Gesellschafter von Mader, der auch bei den Burgthanner Dialogen Beiträge zum Thema Nachhaltigkeit lieferte, ist gemeinsam mit der Publizistin und Nachhaltigkeitsexpertin Dr. Alexandra Hildebrandt Mit-Herausgeber des fast 1000 Seiten starken Werks. Beide gaben beim Fachverlag Springer Gabler auch den Band "CSR und Energiewirtschaft" heraus, das Ende 2019 bereits in zweiter Auflage veröffentlicht wurde.

"Die Themen in "CSR und Digitalisierung" haben in den letzten Monaten an Brisanz gewonnen. Unter den aktuellen Eindrücken einer weltweiten Pandemie beschäftigen sich die Menschen einerseits verstärkt mit den Möglichkeiten der Digitalisierung, andererseits beobachten wir einen zunehmenden Fokus auf die Nachhaltigkeit von Produkten und der dahinterstehenden Unternehmen", sagt Stefanie Kästle, Geschäftsführerin bei Mader. Sie selbst hat diese Themen gemeinsam mit ihren Geschäftsführerkollegen bereits seit Jahren im Blick und im Rahmen der Burgthanner Dialoge vorgestellt.

Die Mader-Führung war nicht nur Stammgast in den zehn Jahren dieser Veranstaltungsreihe, sondern gehörte auch zu den Referenten, die mehrmals eingeladen wurden. Viele weitere Gäste der Veranstaltung sind im Buch vertreten – unter anderem Werner Neumüller, Tobias Loitsch, Nicole Simon, Claudia Behringer, Prof. Franz-Michael Binninger, Gisela Rehm, Matthias Krieger und Bert Martin Ohnemüller, aber auch viele namhafte Unternehmensvertreter aus dem Nürnberger Raum wie Dr. Robert Mayr, CEO der Datev.


CSR und Digitalisierung. Der digitale Wandel als Chance und Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft. Hg. von Alexandra Hildebrandt und Werner Landhäußer. 2. Auflage. Verlag Springer Gabler, Heidelberg, Berlin 2021.

Dr. Alexandra Hildebrandt arbeitete bis 2009 als Leiterin Gesellschaftspolitik und Kommunikation bei der KarstadtQuelle AG. Beim Deutschen Fußball-Bund war sie bis 2013 Mitglied der Kommission Nachhaltigkeit. Sie leitet die AG "Digitalisierung und Nachhaltigkeit" für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt "Nachhaltig Erfolgreich Führen". Im Verlag Springer Gabler gab sie in der Management-Reihe CSR drei Bände heraus.

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